Als Underdog zu den Handballfreunden Illtal

WORMS – Nach drei Siegen zum Jahresauftakt erlitt die HSG Worms bei der verdienten 25:30-Heimniederlage gegen den rheinhessischen Konkurrenten Sportfreunde Budenheim jüngst einen Dämpfer. Der Abstand auf das Spitzentrio in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist für den Tabellenvierten aus der Nibelungenstadt größer geworden, der Vorsprung auf das Tabellenmittelfeld ist dagegen kleiner geworden. Die Wormser stehen also nach zwei Dritteln ihrer zweiten Oberligasaison ein wenig am Scheidewege: Spielt die Mannschaft von Trainer Gerd Zimmermann bis zum Saisonende mit im Konzert der „Großen“ oder landet man im „Niemandsland“ der vierten Liga? „Wir wollen in den kommenden Wochen zeigen, dass wir zu Recht da oben mitmischen“, sagt Trainer Gerd Zimmermann, der am liebsten beim Auswärtsspiel bei den Handballfreunden Illtal damit anfangen möchte (Anpfiff: Sonntag, 18:00 Uhr). Mit Blick auf den jüngsten Leistungseinbruch zu Ende des Rheinhessenduells lautet die Zielsetzung bei den drittplatzierten Illtalern: „Wir wollen unserem Gegner über die gesamte Spieldauer Paroli bieten. Einen Einbruch, wie zuletzt vor heimischer Kulisse, akzeptiere ich nicht. Ob am Ende etwas Zählbares rausspringt, weiß ich nicht. Illtal ist eine extrem spielstarke und eingespielte Mannschaft, die gleich mehrere Dinge gut zu machen hat.“

Doch was haben die Zebras gegen die HSG gut zu machen, liegen sie doch trotz eines verpatzten Saisonstarts mittlerweile einen Punkt vor den Wormsern? Zum einen ist da das Hinspiel in Worms. In der Nikolaus-Dörr-Halle lieferten sich die beiden Mannschaften eine atemberaubende Partie, stets fair ausgetragen und doch überaus spannend und auf höchstem Oberliganiveau. Obwohl die Zebras über weite Strecken des Hinspiels in Führung lagen, feierten am Ende die Wormser einen knappen Heimerfolg. „Nach dem Spiel habe ich viele hängende Gesichter bei Illtal gesehen. Die Jungs werden sich mit Sicherheit das Hinspiel jeden Abend zum Einschlafen zu Gemüte geführt haben und entsprechend motiviert sein“, warnt Gerd Zimmermann. Zum anderen hat Illtal in der Vorwoche eine überraschende Niederlage beim TV Mülheim hinnehmen müssen. „Das war mit Sicherheit auch für Illtal so nicht zu erwarten. Eine Mannschaft dieser Klasse wird auf keinen Fall zwei Spiele in Folge verlieren wollen, auch das wird für eine entsprechende Motivation sorgen“, sagt Gerd Zimmerman. Eben diese beiden Faktoren hat der Trainer auch seiner Mannschaft in der Vorbereitung auf das Spiel im Saarland vor Augen geführt. Ebenso hat er seiner Truppe verdeutlicht, wie wichtig eine harte Trainingsarbeit in der Oberliga ist. „Jeder muss in jeder Einheit hundert Prozent geben. Diesen Eindruck hatte ich zuletzt nicht.“ Dass diese Botschaft bei der Mannschaft angekommen ist, habe die Vorbereitung auf Illtal gezeigt. Zwar habe sich die Zimmermann-Sieben aus taktischer Hinsicht auf das temporeiche und von Kreuzungen geprägte Spiel des Gegners vorbereitet, der Fokus lag jedoch auf der Fitness und der Mentalität. „Manchmal ist es am besten, Probleme herauszulaufen“, gewährt Gerd Zimmermann mit einem Schmunzeln Einblicke in die Trainingswoche. Die dort gezeigte Einstellung gelte es am Sonntag in Illtal über 60 Minuten zu zeigen, gepaart mit einer handballerischen Bestleistung in Angriff und Abwehr. „Dass die Jungs zusammen großartiges leisten können, das haben wir in dieser Saison bereits oft gezeigt. Wir brauchen in Illtal eine Leistung wie im Hinspiel oder wie beim Auswärtssieg bei VT Saarpfalz. Personell kann ich aus den Vollen schöpfen.“

Wer die Mannschaft ins Saarland begleiten möchte, der kann mit dem Bus nach Illtal mitfahren. Eine Uhrzeit werden die HSGler rechtzeitig über Facebook, Homepage und HSG Vereins-App bekanntgeben, Abfahrt ist wie immer in Speyer und an der Sparkasse in Herrnsheim.

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