Angezählte Boxer sind gefährlich, der TV Nieder-Olm auch

WORMS – Nach zwei Niederlagen in Folge sind die Handballer der HSG Worms fest gewillt, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Vor heimischem Publikum strebt die Mannschaft von Trainer Gerd Zimmermann im nächsten Rheinhessenduell der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar einen Heimerfolg gegen den TV Nieder-Olm an. „Wir wollen und werden die zwei Punkte holen“, ist Gerd Zimmermann überzeugt und warnt zugleich, den rheinhessischen Konkurrenten aus dem Norden der Region nicht zu unterschätzen. „Der Gegner befindet sich zwar in einer Ergebniskrise, aber er hat das Handballspielen keineswegs verlernt.“

Wie man erfolgreichen Handball spielt, das haben die HSGler in der laufenden Runde insbesondere in den bisherigen Heimspielen eindrucksvoll demonstriert. Mit Ausnahme der Niederlage im Spitzenspiel gegen die TuS Dansenberg gewannen die Wormser bislang jedes Heimspiel – und das in der Regel mehr als souverän. Deshalb hat HSG-Trainer Gerd Zimmermann die Trainingswoche dazu genutzt, seine Mannschaft nach den jüngsten Negativerlebnissen an eben diese Souveränität in heimischer Halle zu erinnern. „Wir dürfen nicht auf den Gegner schauen, sondern müssen mit der Unterstützung unserer tollen Fans im Rücken einfach unseren Handball vom Anpfiff bis zum Abpfiff auf die Platte bringen.“ Die Wormser Tugenden seien laut dem Mannschaftsverantwortlichen eine kompakte 6:0-Deckung, ein konsequentes Umschaltspiel bei Ballgewinn und ein geduldiges und zugleich druckvolles Angriffsspiel im Positionsspiel. „Irgendwas davon hat gegen Vallendar und Dansenberg phasenweise immer gefehlt. Leider holt man dann in der vierten Liga keine Punkte.“ Dass nun mit dem TV Nieder-Olm eine kriselnde Mannschaft seine Zelte in Worms aufschlägt, ist Gerd Zimmermann nicht wirklich recht. „Angezählte Boxer sind immer gefährlich“, warnt Gerd Zimmermann, dessen Mannschaft mit Ausnahme von Christian Kulaszewicz (Leisten-OP) in voller Personalstärke auflaufen wird.

Doch ganz treffend ist der rhetorische Ausflug des Handballtrainers in eine andere Sportart nicht wirklich. Denn der TV Nieder-Olm wäre im Boxsport eher ein Kämpfer, der bereits mehrmals innerhalb kürzester Zeit am Boden lag. Zuletzt verloren die Nieder-Olmer nämlich sieben Spiele in Serie, darunter Niederlagen gegen Spitzenteams wie Dansenberg und Niederlagen gegen Kellerkinder wie Osthofen. Dazu musste der TV vor wenigen Wochen den Ausfall von Dauerbrenner Tino Stumps hinnehmen (Kreuzbandriss). „Für diesen verdienten Spieler tut mir diese schwere Verletzung wirklich sehr leid, aber wir werden Tino Stumps und seiner Mannschaft keine Punkte schenken. Die brauchen wir selbst, um uns weiter in der Spitzengruppe der Liga zu halten – und da verteilen wir auch in der Vorweihnachtszeit keine Geschenke“, sagt Gerd Zimmermann.

 

 

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