Auch in Bingen will die HSG punkten

WORMS – Auf eine Wundertüte wie sie im Buche steht, treffen die Handballer der HSG Worms in ihrem nächsten Oberligaauswärtsspiel. Am Sonntag reist der Aufsteiger aus der Nibelungenstadt mit zwei Siegen in Serie im Rücken zum Rheinhessen-Duell mit der HSG Rhein-Nahe. „Wir sind gut in Form, der Gegner und etablierte Oberligist ist immer für eine Überraschung im Positiven wie auch im Negativen gut“, stellt HSG-Trainer Gerd Zimmermann mit Blick auf das bevorstehende Spiel fest. In dem Duell zweiter längjähriger Rheinhessenligisten sieht er seine Mannschaft trotz der überzeugenden 32:27-Siege gegen Kastellaun-Simmern und Merzig-Hilbringen nicht in der Favoritenrolle. Obwohl die HSG aus Worms in der Tabelle aktuell einen Punkt vor der HSG aus Bingen auf Platz acht rangiert, liege der Druck laut Zimmermann bei den Gastgebern. „Wir treten lediglich als formstarker Aufsteiger an, der kein Spiel vor dem Abpfiff abschenkt.“

Dass in Spielen mit Binger Beteiligung oftmals die komplette Bandbreite an Spannungselementen des Handballs vertreten ist, wird beim Blick auf die zurückliegenden Resultate der Mannschaft aus dem nördlichen Rheinhessen deutlich. Während die HSG Rhein-Nahe in den letzten beiden Spielen drei Punkte gegen den HC Vallendar (Heimsieg) und die TuS KL-Dansenberg (Auswärtsunentschieden)einfuhr, setzte es beim abstiegsbedrohten TV Nieder-Olm eine überraschende Niederlage. Unabhängig vom Resultat kassieren die Binger jedoch in der Regel kaum Gegentore. In dieser Statistik belegt der kommende Gegner der Wormser sogar Platz drei. Weil mit der HSG Worms die viertbeste Offensive der Liga an der Start geht, dürfte im Rheinhessen-Duell Spannung garantiert sein. Trotz dieser statistischen Werte betont Coach Zimmermann:

„Der Schlüssel zu einem Erfolgserlebnis in Bingen liegt in der Abwehr.“

Gegen eine defensivstarke Mannschaft, wie es die Binger nach Meinung des Wormser Coaches sind, sei die eigene Defensivleistung vor dem Hintergrund des eigenen Umschaltspiels von großer Bedeutung. Über eine temporeiche erste und zweite Welle will Zimmermann zum Torerfolg kommen, um einen Abnutzungskampf gegen den gegnerischen Deckungsverbund so gut es geht zu vermeiden. „Bei der Heimniederlage in der Hinrunde haben wir gesehen, wie massiv und kompakt Bingen um den eigenen Kreis in verschiedenen Systemen verteidigen kann“, sagt Zimmermann. Personell sieht es vor dem Rheinhessen-Duell danach aus, als könne der Coach mit Ausnahme der ohnehin schon länger verletzten Kubo Balaz, Fabian Ruß, Markus Metzdorf und Thomas Elgert aus den Vollen schöpfen. „Bei der kurzen Anreise hoffen wir natürlich wieder auf die großartige Unterstützung unserer Fans, die uns zuletzt zu zwei Siegen gepeitscht haben.“

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