„Auf ihr Brieder in die Palz“ – Spitzenspiel in Zweibrücken

WORMS – Auswärts kommt es für die Handballer der HSG Worms ziemlich dicke in der noch jungen Oberligasaison. Während die Mannschaft von Trainer Gerd Zimmermann in Friesenheim und Völklingen souverän zwei Punkte nach Worms entführen konnte, setzte es bei den Sportfreunden Budenheim die bislang einzige Saisonniederlage. Am Sonntag steht für den aktuellen Tabellenführer aus der Nibelungenstadt ein Leistungsvergleich mit dem nächsten harten Brocken in der Fremde bevor. Die HSG Worms gastiert beim Tabellendritten VTZ Saarpfalz. „Was Einstellung und Leistung betrifft, müssen wir in Zweibrücken erneut an unsere Leistungsgrenze gehen. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe, das durch Nuancen entschieden wird“, sagt HSG-Trainer Gerd Zimmermann.

Optimistisch, dass das Pendel in der Pfalz erneut in Richtung seiner Mannschaft ausschlägt, machen den Mannschaftsverantwortlichen die jüngsten Auftritte seiner Schützlinge. Der deutliche Sieg in Völklingen und der überaus souveräne Heimerfolg gegen die HSG Rhein-Nahe in der Vorwoche seien „absolute Positivbeispiele, wie man in der vierten Liga erfolgreich und attraktiv punktet.“ Was positive Beispiele betrifft, hebt Zimmermann mit Blick auf den Heimsieg gegen Bingen viele seiner Spieler hervor. Jörn Christmann habe seine beste Leistung im HSG-Dress gezeigt, Denis Markert sei im Konterspiel wieder einmal zu Bestform aufgelaufen und auch Torwart Sascha Gieger habe eine ganz starke Leistung gezeigt. Im Verbund mit seiner Deckung habe die HSG laut Trainer Gerd Zimmermann „so stark verteidigt, wie bisher noch nie in der noch jungen Saison.“ Ein Lob des Trainers geht aber auch an die Adresse von Orintas Klimavicius. Der lange aufgeschossene Halblinke habe in den letzten zehn Minuten gegen Bingen die Offensive bereichert: „Orintas hat gezeigt, dass er der Mannschaft mit Toren weiterhelfen kann. Das gilt es für ihn jetzt über die Trainingseinheiten in die weiteren Spiele zu übertragen“, sagt Gerd Zimmermann. Aber noch im selben Atemzug betont der Trainer, dass die gesamte Mannschaft aktuell sehr Formstark agiere. „Wir haben Spaß, zusammen Handball zu spielen“, sagt Gerd Zimmermann und hofft, diesen starken Handball in Zweibrücken wieder zu sehen. Dann nämlich wird er dringend von Nöten sein, steigt bei der VTZ Saarpfalz doch das Spitzenspiel der Oberliga Rheinland-Pfalz. „Das verspricht ein intensives Spiel“, meint Gerd Zimmermann, der dementsprechend froh darüber ist, auch weiterhin in voller Mannschaftsstärke antreten zu können.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, haben die HSGler sich im medizinischen Bereich Unterstützung geholt. Dank des Einsatzes von Dr. Carl Priester-Lasch aus dem Osthofener Gesundheitszentrum „Go“ haben die Wormser im benachbarten Reha-Zentrum einen neuen Physio für sich gewinnen können. Alex Kleine tritt die Nachfolge von Christoph Obenauer. „Wir danken Christoph für sein tolles Engagement. Dass er sich zum Abschied eine Dauerkarte für unsere restliche Saison gewünscht hat, zeigt wie gut die Zeit war.“ Über neun Neuen sagt Zimmermann nach dem ersten Kennenlernen: „Er ist jung, hat fachlich schon vieles drauf und ist glaube ich auch interessiert daran, den Handball kennenzulernen.“

Zum Einsatz muss Alex Kleine am Sonntag bei der VTZ aus HSG-Sicht hoffentlich nicht kommen. Jedoch geht Gerd Zimmermann, wie bereits angerissen, von einem intensiven Spiel aus. „Wir haben die Jungs am ersten Spieltag in Osthoffen live gesehen. Die sind körperlich wohl das Maß aller Dinge in der Liga und wissen das auch gekonnt einzusetzen“, analysiert Gerd Zimmermann. Seine Taktik will er dagegen nicht verraten. „Logischerweise werden wir die körperlichen Nachteile, wohl gemerkt nicht die athletischen, mit Geschwindigkeit versuchen auszugleichen.“

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