Auf ins Saarland: Punktesammeln beim HSV Merzig-Hilbringen

WORMS – „Angezählte Boxer sind besonders gefährlich“: Dieser Sportmetapher bedient sich der Trainer der HSG Worms, Gerd Zimmermann, vor dem nächsten Auswärtsspiel in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Am Samstag reist der Tabellenvierte aus der Nibelungenstadt nämlich zum Tabellenvorletzten HSV Merzig-Hilbringen (Anpfiff: 19:30). Im Merziger Thielspark erwartet die HSGler nicht nur eine Mannschaft, die dringend Punkte im Kampf um den Klassenerhalt benötigt. Sondern die Zimmermann-Sieben erwartet zusätzlich einen Gegner, den derzeit große Personalsorgen plagen. „Was zunächst einmal nach klaren Vorteilen für meine Mannschaft klingt, ist bei genauerer Betrachtung eher von Nachteil für uns. Wir wären ohnehin als Favorit angereist, jetzt erwartet aber wirklich jeder einen Auswärtssieg von uns.“

Um dieser ungewohnt hohen Erwartungshaltung gerecht zu werden, hat Gerd Zimmermann in der Spielvorbereitung seiner Mannschaft die Ergebnisse vom zurückliegenden Handballwochenende vor Augen geführt. „Bingen gewinnt mit 19 erzielten Toren in Simmern, Saulheim schlägt die zweitplatzierten Zweibrücker knapp und Vallendar kommt Zuhause gegen Illtal komplett unter die Räder. Diese Resultate zeigen, dass in der vierten Liga alles möglich ist und jeder jeden schlagen kann.“ Jedoch hat Gerd Zimmermann nicht nur davor gewarnt, die auf dem Papier so schwachen Merziger zu unterschätzen. Er hat auch gleichzeitig seiner Mannschaft erklärt, dass er dieses Spiel als Reifeprobe ansieht, die er unbedingt bestehen und die Mannschaft dadurch einen Schritt in ihrer Entwicklung nach vorne bringen will. „Ich erwarte, dass wir den Kampf gegen diesen angezählten Boxer Merzig-Hilbringen annehmen und zeigen, dass wir zu Recht da oben mitspielen“, fordert Gerd Zimmermann. Um die Punkte aus dem Saarland zu entführen, steht dem Wormser Mannschaftsverantwortlichen sein kompletter Kader zur Verfügung. Torwart Sascha Gieger plagt zwar wie beim Heimerfolg gegen die TSG Friesenheim eine Verletzung an der Hand, jedoch stellt sich Sascha Gieger in den Dienst der Mannschaft und reist mit zum HSV Merzig-Hilbringen. Folglich wird Thomas Elgert auch im Thielspark von Beginn an auflaufen. „Er hat gegen Friesenheim klasse gehalten. Es ist toll zu sehen, wie Thomas nach seiner langen Ausfallzeit immer stärker wird“, lobt Gerd Zimmermann, der ansonsten nichts über die Mannschaftsaufstellung Preis gibt. Wer gegen den HSV auf welcher Position aufläuft, sei allerding auch eher zweitrangig. Viel wichtiger seien laut Gerd Zimmermann Taktik und Einstellung. Gegen den harmlosesten Angriff der Oberliga sei es wichtig, dass die 6:0-Deckung aggressiv verteidigt, um so Tore aus dem Rückraum und das Spiel über den Kreis zu verhindern. „Gelingt es uns diese Achse zu kontrollieren, dann kontrollieren wir auch das Spiel.“ Neben einer stabilen Abwehr ist es in den Augen des Trainers außerdem wichtig, über die erste und zweite Welle zu Torerfolgen zu kommen. Hat sich der Abwehrblock des HSV formiert, „verteidigen sie nicht wie ein Absteiger, sondern wie ein erfahrenes Oberligateam“, so Gerd Zimmermann.

Die Mannschaft reist mit einem Bus ins Saarland. Fans sind herzlichst dazu eingeladen, die Reise kostenlos mit der Mannschaft anzutreten. Nach dem Spiel werden die HSGler nicht direkt nach Hause fahren, sondern einen Zwischenstopp im Merziger Brauhaus einlegen. „Wir würden uns über eine lautstarke Unterstützung von den Rängen freuen. Wenn die Mannschaft verliert, bekommen sie anders als die Fans nichts zu futtern im Brauhaus“, sagt HSG-Pressesprecher Florian Stenner mit einem Augenzwinkern. Der Bus fährt um 14:45 Uhr in Speyer ab, an der Sparkasse Herrnsheim ist die Abfahrtszeit 15:30 Uhr.

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