Auf nach Bingen zum Rheinhessenduell

WORMS – Den Schwung mitnehmen lautet das selbstauferlegte Motto bei den Handballern der HSG Worms, wenn am Sonntag das schwere Rheinhessenduell bei der HSG Rhein-Nahe ansteht. Schwer wird das Spiel in erster Linie, weil die Mannen aus der Rotweinstadt Bingen in der laufenden Saison der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar in der heimischen Rundsporthalle eine echt Macht sind. „Wer Zuhause den Tabellenführer Dansenberg schlägt, der kann auch uns ein Bein stellen“, sagt HSG-Trainer Gerd Zimmermann mit Blick auf den Sonntag (Anpfiff: 16:00 Uhr) und fügt in Erinnerung an die starke Leistung seiner Truppe beim 29:18-Heimsieg gegen Völklingen an: „Wir wollen uns kein Bein stellen lassen und auch in Bingen punkten.“

Wie schwer es ist etwas Zählbares aus dem nördlichen Rheinhessen zu entführen, dessen sind sich die Rheinhessen aus dem Süden bewusst. „Da reicht ein Blick auf die Heimtabelle“, sagt Gerd Zimmermann über den Tabellenachten, der daheim bereits zwölf Punkte geholt hat. Vor noch gar nicht so langer Zeit punkteten die Binger doppelt gegen Klassenprimus Dansenberg. Dieses Auswärtsspiel lief für Dansenberg genau so ab, wie es eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendritten eigentlich nie zulassen möchte. Der vermeintlich unterlegene Gegner wächst über sich hinaus, das Spiel wird unerwartet eng und letztlich steht man ohne Punkte da. Die Wormser möchten einen solchen Spielverlauf unbedingt verhindern. „Wir wollen von Anfang an das Spiel bestimmen, denn wir müssen von einem hochmotivierten und zu Bestleistungen bereiten Gegner ausgehen“, meint der Wormser Trainer mit Blick auf das Rheinhessenduell. In der Vorbereitung auf die Reise nach Bingen gab es in dieser Woche zunächst ein Sonderlob für die gebrachte Leistung gegen Völklingen. „18 Gegentore, mehrere schadlos überstandene Unterzahlsituationen, das war wirklich eine super Leistung von den Jungs“, so Gerd Zimmermann, der sich in Bingen einen vergleichbaren Auftritt erhofft. Dafür gelte es vor allem den Willen und die Leistungsbereitschaft aus der Vorwoche erneut abzurufen. In der zuletzt starken 6:0-Deckung um die Mittelleute Fabian Markert und Jochen Schloß liege erneut der Schlüssel für den Erfolg. Gerd Zimmermann erklärt: „Wir sind durch Ballgewinne und Paraden unglaublich schnell nach vorne gekommen und haben viele Tore dadurch gemacht.“ Kommt das Umschaltspiel in Bingen jedoch nicht wie erhofft zum Tragen, müsse die Mannschaft bei eigenem Ballbesitz geduldig agieren. „Wir erspielen uns eigentlich immer unsere Torchance, das wissen die Jungs“, sagt Gerd Zimmermann, der in Bingen weiterhin auf Florian Reichelt verzichten muss. „Florian wünschen wir gute Besserung und hoffen natürlich, dass unsere Fans den Ausfall von der Tribüne aus mit Anfeuerung kompensieren.“

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