Auf nach Zweibrücken – Bus fährt

WORMS – „Wir müssen als Mannschaft und als Verein jetzt ganz eng zusammenrücken“, sagte Gerd Zimmermann, Trainer der HSG Worms, nach der Heimspielniederlage gegen VTV Mundenheim, in Richtung der Fans. Denn die Niederlage gegen den Drittligaabsteiger aus Ludwigshafen hatte gezeigt, dass die Wormser Handballer in den kommenden Wochen und Monaten um jeden Punkt in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar kämpfen müssen. Aufgrund zahlreicher Verletzter, darunter seit Neustem auch Linksaußen Jochen Schloß (Fußverletzung), tritt die HSG jedes Spiel in absoluter Minimalbesetzung an, was sie wie gegen Mundenheim besonders gegen Ende einer Partie bemerkbar machte und machen wird. Das gilt auch für das kommende Auswärtsspiel beim SV Zweibrücken, zu dem die Mannschaft am Samstagnachmittag mit dem Bus reisen wird. „Wir hoffen, dass einige Fans die Reise mitantreten. Sonst wird der Bus ganz schön leer sein“, nimmt es der Wormser Mannschaftsverantwortliche mit Galgenhumor.

Eigentlich bräuchte Gerd Zimmermann für das Duell mit dem zweiten Drittligaabsteiger in Deutschlands vierter Liga jeden Mann. Doch das kann sich der Coach abschminken, fehlen mit Micky Kurka, Fabian Russ, Luca Steinführer und Jochen Schloß gleich vier Leistungsträger verletzt. Dementsprechend dezimiert musste sich die Zimmermann-Sieben auf den immer stärker in Form kommenden Gegner aus der Rosenstadt vorbereiten. „Wir wissen natürlich wie der Gegner spielt und welche Stärken er hat“, sagt Gerd Zimmermann und hofft darauf, „dass wir mit unseren Stärken so dagegenhalten können, dass wir Zweibrücken ein ebenbürtiger Gegner sind.“ Dafür braucht es in dieser schwierigen Phase nicht nur Durchhaltevermögen, sondern auch höchste Effizienz im Abschluss und eine gute Defensivleistung. Denn die junge Mannschaft aus Zweibrücken erarbeitet sich nicht nur viele Chancen bei eigenem Ballbesitz, sondern sie kann auch Tore verhindern. Zuletzt mussten das die Sportfreunde Budenheim spüren, die eine beinahe historisch hohe 21:34-Heimniederlage gegen Zweibrücken kassierten. „Wer sich das Ergebnis anschaut, der weiß, dass Zweibrücken zu den stärksten Teams der Liga gehört“, konstatiert Gerd Zimmermann. Gleichwohl ist der Trainer überzeugt, dass seine Mannschaft trotz dünner Personaldecke mithalten kann. „Es muss aber alles zusammenlaufen, ganz anders wie beim letzten Auswärtsspiel bei Gösenroth/Laufersweiler.“

Ähnlich sieht es auch der sportliche Leiter der HSG Worms, Florian Stenner. Er appelliert eindringlich daran, dass die Mannschaft auf die Unterstützung der Fans angewiesen ist. „Wir haben es aktuell schwer, aber wir stehen auch diese Zeit durch. Die Jungs haben unser vollstes Vertrauen und die nötige Klasse, um erfolgreich zu sein.“ In diesen Tagen sei es jedoch besonders wichtig von Spiel zu Spiel zu denken. „Wir können die laufende Runde leider nicht mehr der letzten Saison vergleichen, das verbittet sich einfach in einer solchen Personalkonstellation“, unterstreicht der sportliche Leiter und fügt zudem mit Blick auf die jüngste Berichterstattung in der Presse an, dass die Ergebnisse in keinem Zusammenhang mit der Bekanntgabe vom Ende der Ära Gerd Zimmermann nach Saisonende steht. „Solche Spekulationen sind kein guter Stil und gehören sich nicht. Das wissen unsere Fans zum Glück, dafür sind sie hanballfachkundig genug – und sie wissen auch, dass unser Trainer Gerd und nicht Frank heißt. Auch das muss ich klarstellen, war in letzter Zeit doch immer wieder ein falscher Name zu lesen, der für Unverständnis bei unseren Fans gesorgt hat. Wir ziehen hier alle an einem Strang und möchten das bestmögliche für den Verein herausholen. Wichtig ist dafür, dass die Mannschaft unterstützt wird und in Ruhe arbeiten kann.“

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