Auswärtsspiel in Offenbach – Vorsicht ist geboten!

WORMS – Eine komplette Halbzeit zu verschlafen, wie zuletzt bei der vermeidbaren Heimniederlage gegen den TV Mülheim, das will Trainer Gerd Zimmermann im restlichen Saisonverlauf nicht mehr sehen. „Ich kann mich nicht wirklich daran erinnern, dass ich in meiner Trainerlaufbahn einmal 22 Tore in 30 Minuten hinnehmen musste“, sagt der Trainer der HSG Worms, der gemeinsam mit der Mannschaft beim TV Offenbach Wiedergutmachung betreiben möchte. Beim Oberliganeuling aus der Pfalz will Gerd Zimmermann gewinnen. „Das wird allerdings keine leichte Aufgabe, denn in heimischer Halle kann der TVO ein richtig ungemütlicher Gegner sein.“

Tatsächlich hat der kommende Wormser Gegner in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar einen Großteil seiner Punkte bisher in der eigenen Halle geholt. Vor ihrem lautstarkem Publikum weiß die robuste Mannschaft des Gegners im bisherigen Saisonverlauf deutlich öfter zu überzeugen, als bei Auftritten in fremder Halle. Auch in Worms gab es für den Aufsteiger in Deutschlands vierter Liga nichts zu holen, was für das Rückspiel laut Gerd Zimmermann allerdings keine Bedeutung hat. „Das Spiel fängt bei 0:0 an und der Gegner wird alles daran setzen, dass er am Ende als Sieger vom Platz geht.“ Zwar geht es den Wormser mit dem Siegeswillen nicht anders, jedoch hat die HSG mal wieder einen verletzungsbedingten Ausfall zu verkraften. Rückraumspieler Fabian Markert, zugleich einer der besten Torschützen Saisonverlauf und ein Stabilisator der Deckung, wird nach seiner Gehirnerschütterung aus dem Mülheimspiel verletzungsbedingt fehlen. Nach seinem Abtransport durch den Krankenwagen sowie einigen Tagen mit einem ordentlichen Brummschädel käme Sport für Fabian Markert zu früh. Er ist zum Zuschauen verdammt. Für den gerade erst wiedergenesenen Spielmacher Michael Kurka dürfte das bedeuten, dass er in Offenbach noch mehr gebraucht wird, als ohnehin. Gegen den TV Mülheim bestritt Kurka sein erstes Spiel nach viermonatiger Verletzungspause. Gegen den TV Offenbach wird das zweite Folgen. „Wir müssen schauen, wie wir in Offenbach mit dem kleinen Kader am effizientesten agieren“, sagt Gerd Zimmermann. „Fakt ist, wir brauchen wieder eine Abwehr, die ihrem Namen auch gerecht wird.“ Ein guter Start in die Partie sei wichtig für das Auswärtsspiel, um eine kräftezehrende Aufholaktion wie gegen Mülheim zu vermeiden. „Wir haben die Qualität, um in Offenbach vom Anpfiff weg eine fokussierte Leistung abzurufen.“ 

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