Der Tabellenführer aus Worms empfängt das Schlusslicht

WORMS – In Worms kommt es am Sonntagabend in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zum Duell des Tabellenführers gegen das Tabellenschlusslicht. Die gastgebende HSG Worms empfängt als eine von zwei bislang noch punktverlustfreien Mannschaften den noch punktlosen HSV Merzig-Hilbringen (Anpfiff 18:00, Nikolaus-Dörr-Halle). „Wir sind in der Favoritenrolle und nehmen diese auch an, denn wir spielen Zuhause mit unseren tollen Fans und einem kleinen Lauf im Rücken“, sagt HSG-Trainer Gerd Zimmermann vor dem Duell mit den Saarländern.

Während die HSG zu Saisonbeginn gleich zwei Mal souverän mit acht Toren Vorsprung gewinnen konnte, hat der HSV bislang auf ganzer Linie enttäuscht. Nach einer Saison im Tabellenmittelfeld sowie einigen personellen Veränderungen in der Sommerpause startete der HSV mit einer Auftaktniederlage bei TV Nieder-Olm. Darauf folgte eine Heimniederlage gegen den TV Mühlheim, gegen den der nächste Gegner der Wormser gerade einmal 13 eigne Tore vor heimischem Publikum zustande brachte. Auf Grundlage der Videoanalyse dieser beiden Partien weiß Coach Gerd Zimmermann, wie seine Schützlinge den HSV vor unlösbare Aufgaben stellen kann: „Steht unsere 6:0 Abwehr wie über weite Strecken gegen Bitburg und Friesenheim, dann wird der Gegner Probleme mit dem Torewerfen bekommen.“ Steht die Abwehr, will Gerd Zimmermann mit Tempo nach vorne spielen lassen. Kommt die Mannschaft über die erste oder zweite Angriffswelle allerdings nicht zum Erfolg, gelte es Ruhe zu bewahren. „Wir müssen in solchen Situationen noch ein wenig geduldiger spielen, denn unsere individuell starken Jungs können im Verbund viel mehr bewegen, als wenn sie in verletzungsgefährdende Eins-Gegen-Eins-Situationen gehen.“ Auch Trainersohn Kai Zimmermann, der seine Klasse mit einigen Toren und unzähligen Vorlagen im rechten Rückraum bereits angedeutet hat, freut sich auf den zweiten Heimauftritt: „Nach einer durchwachsenen Vorbereitung merke ich durch die Spielpraxis, wie ich persönlich immer besser in Tritt komme. Auch die Abläufe mit meinen Mannschaftskameraden funktionieren stetig besser.“

Trotz der eindeutigen Rollenverteilung denkt Kai Zimmermanns Vater Gerd Zimmermann nicht an die Schonung seiner Leistungsträger. „Das Publikum gibt immer alles, also werden wir das auch von der ersten bis zur 60 Spielminute tun. Das gilt für Kai genauso, wie für den Rest der Mannschaft“ Personell kann Gerd Zimmermann gegen die Saarländer aus den Vollen schöpfen, einzig Christian Kulaszewicz fällt nach seiner Verletzung weiterhin aus. Orintas Klimavicius ist nach einer überwundenen Nagel-OP ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Linksaußen Fabian Russ erlitt gegen Friesenheim einen Cut am Kinn, sein Einsatz ist offen.

 

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