Derby gegen Mundenheim – Alle in die Halle!

WORMS – Die kommenden vier Wochen haben es in sich für die Handballer der HSG Worms. Denn die Mannschaft von Trainer Gerd Zimmermann misst sich an den kommenden Spieltagen mit den stärksten Clubs der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Neben zwei schweren Auswärtsspielen beim aktuellen Tabellenführer HF Illtal und Drittligaabsteiger SV Zweibrücken empfängt die HSG den Lokalrivalen VTV Mundenheim. Seines Zeichens ebenfalls Absteiger aus der dritten Liga, werden die Mundenheimer am Sonntag in der Halle der Kerscheinsteiner Schule vorstellig (Anpfiff: 17 Uhr, zuvor um 15 Uhr HSG II vs. HSG Rhein-Nahe II).

Das Duell der beiden Nachbarn aus Worms und Ludwigshafen wird auf beiden Seiten mit Spannung erwartet. Denn beide Mannschaften stehen unter einem gewissen Erfolgsdruck. Zwar sind die HSGler als Tabellenfünfter derzeit voll im Soll, jedoch gilt es für die Mannschaft von Trainer Gerd Zimmermann den schwachen Auftritt bei Aufsteiger Gösenroth/Laufersweiler vergessen zu machen. Dass die Personallage durch drei Langzeitverletzte sowie die angeschlagenen Alex Eusterholz (Hand) und Jochen Schloß (Fuß) weiterhin alles andere als entspannt ist, macht die Situation im HSG-Lager alles andere als einfach. „Wir müssen die Situation so nehmen wie sie ist und das Beste herausholen“, sagt Gerd Zimmermann mit Blick auf das Derby, verbunden mit der Forderung nach einer deutlichen Leitungssteigerung im Vergleich zur jüngsten Niederlage. „Idealerweise möchten wir natürlich die Punkte in Worms behalten, aber das wird richtig schwierig“, sagt der Wormser Trainer und verweist auf die Drucksituation, die in diesen Tagen in Mundenheim herrscht. Denn der Drittligaabsteiger gehört entgegen aller Erwartungen nicht zur Spitzengruppe in Deutschlands vierter Liga, sondern rangiert auf dem sechsten Tabellenplatz und somit einen Platz hinter der HSG. Mit 324 Gegentoren ist Mundenheim aktuell sogar die Schießbude der Liga. Zuletzt setzte es für den kommenden Wormser Gegner gleich zwei Niederlagen in Serie gegen die Spitzenmannschaften Illtal und Budenheim. Aber auch in Vallendar und in Zweibrücken setzte es bereits Niederlagen für die so hoch gehandelte Mannschaft aus dem Ludwigshafener Stadtteil. „Für Mundenheim steigt mit jedem Spiel der Druck. Ob das für uns eher von Vorteil oder eher von Nachteil ist, das kann ich nicht beurteilen. Denn Mundenheim ist in dieser Runde unberechenbar – und zwar im Positiven wie im Negativen“, findet Gerd Zimmermann.

Definitiv von Vorteil ist die akute Abwehrschwäche des Gegners, die man von der VTV so über viele Jahre hinweg nicht gekannt hat. Vor dem Aufstieg in die dritte Liga war Mundenheim gefürchtet für seine kompakte und harte Abwehr, die dem Gegner das Toreschießen so richtig schwergemacht hatte. In dieser Saison ist von dieser Abwehr nicht viel zu sehen. Dafür zeigen die Mundenheimer offensiv, wie man in der Oberliga Tore erzielt. Denn der schlechtesten Abwehr steht der zweitstärkste Angriff der Klasse gegenüber. Weil die HSG gemessen an der Zahl der erzielten Tore auf Rang drei steht, dürfen sich die Zuschauer auf ein Torefestival freuen.

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