Derby in Mundenheim – alle nach Ludwigshafen!

WORMS – Glück im Unglück hatte Kai Zimmermann, der einzige, verbliebene Linkshänder im Kader der HSG Worms, der die Rückraumposition bekleiden kann. Nach einem üblen Foul gegen den Trainersohn in der Anfangsphase der Partie gegen die SG Gösenroth/Laufersweiler und der anschließenden roten Karte gegen Zimmermann wegen einer Beleidigung gegen den Übeltäter sind noch vor dem nächsten Punktspiel Ergebnisse von Verband und Arzt im Wormser Lager eingetroffen. Die erste gute Nachricht: Die Nase des Rückraumspielers ist entgegen der Erwartungen nicht gebrochen, sodass Kai Zimmermann weiterhin am Trainingsbetrieb teilnehmen kann. Die zweite gute Nachricht: Die aus der roten Karte resultierte Sperre läuft bereits nach zwei Punktspielen ab. „Natürlich wird uns Kai in den kommenden beiden Spielen fehlen, wir sind ja personell ohnehin nicht sonderlich gut aufgestellt seit einigen Monaten. Aber wir hatten, was Sperre und Verletzung betrifft, mit einer längeren Ausfalldauer gerechnet“, sagt HSG-Vorstand Florian Stenner.

Fehlen wird der erfahrene Spieler, der am Ende der Runde von der HSG Worms zurück zum TV Hochdorf wechseln wird, am Samstagabend beim nächsten Derby in der Handballoberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Nach dem Heimsieg gegen Viertligaaufsteiger Gösenroth/Laufersweiler trifft die HSG auf den Drittligaabsteiger VTV Mundenheim.

Und dieses Duell steht nicht nur aufgrund der Nachbarschaft zwischen den beiden Mannschaften unter einem ganz besonderen Stern, sondern in erster Linie macht die Besetzung der Trainerbank dieses Derby zu einem ganz besonderen. An der Seitenlinie der „Hornissen“ aus dem Ludwigshafener Stadtteil steht nämlich noch (bis Saisonende) Coach Marco Tremmel zusammen mit seinem Co-Trainer Stefan Wegerle. Die beiden werden jedoch in der kommenden Runde die Farben wechseln und gemeinsam mit Eckhard Markert das nächstjährige Wormser Trainer-Trio bilden. Gerd Zimmermann verlässt die HSG nach rund viereinhalb Jahren und übernimmt zur neuen Saison die ambitionierte A-Jugend der JSG Schifferstadt/Dudenhofen, wie vor einigen Tagen bekannt wurde. „Auf das Spiel werden all diese Umstände aber vermutlich keinen Einfluss haben, dafür sind alle Beteiligten lange genug im Geschäft“, prognostiziert Florian Stenner. Auch Gerd Zimmermann geht die Partie in Mundenheim an wie jede andere. Allerdings muss er in seiner Spielvorbereitung Sohnemann Kai Zimmermann ausblenden, der durch seine Sperre ein weiteres Loch im Wormser Kader reisst. Möglicherweise hat die HSG jedoch Glück und kann am Wochenende wieder auf Kubo Balaz zurückgreifen. Der wurfgewaltige Linkshänder aus dem Rückraum fehlte zuletzt wegen einer kleineren Operation einige Wochen und hat in dieser Woche zumindest wieder trainiert. „Rein zahlenmäßig wäre es wünschenswert, wenn Kubo am Samstag spielen könnte. Wie sehr wir ihn nach dem Eingriff belasten können, das steht auf einem anderen Blatt. Aber wir haben gegen Gösenroth gezeigt, dass wir auch ohne Linkshänder den Ball im Rückraum gut laufen lassen können“, sagt Gerd Zimmermann.

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