DERBYSIEGER – die HSG deklassiert eine ersatzgeschwächte TGO

WORMS – Die Handballer der HSG Worms sind die Nummer eins in der Region. Das untermauerte der Tabellenvierte der Handballoberliga beim Derby gegen den letztplatzzierten Lokalrivalen TG Osthofen mehr als eindrucksvoll. Vor heimischem Publikum deklassierte die Mannschaft von Trainer Gerd Zimmermann zum Jahresabschluss den Aufsteiger aus dem Wonnegau mit 34:16 (14:4). „Durch diesen deutlichen Sieg gegen unseren Nachbarn können wir nach den Rückschlagen in Vallendar und Mülheim entspannt in die Winterpause gehen, unsere Kräfte sammeln und mit einem guten Gefühl auf den Rückrundenbeginn in Bitburg blicken“, bilanzierte Gerd Zimmermann.

Leider entwickelte sich nicht das packend-spannende Duell, dass sich die Fans beider Lager im Vorfeld der Partie erhofft hatten. Denn die arg verletzungsgebeutelte TGO war chancenlos gegen eine HSG, die mit Ausnahme des verletzten Leistungsträgers Christian Kulaszewicz in Bestbesetzung antreten konnte. Die erste Sieben der Wormser Handballer war es auch, die bereits nach einer Viertelstunde für klare Verhältnisse sorgte. Aus dem gebundenen Spiel stellte der Rückraum um die Markert-Brüder und Kai Zimmermann den Gast aus Osthofen vor unlösbare Aufgaben. Weil auch die 6:0-Abwehr der HSG um den stark aufgelegten Schlussmann Sascha Gieger nahezu keine Lücken offenbarte, fielen zusätzlich Gegenstore für die Gastgeber. Folge: Die HSG führte gegen sichtlich überforderte Osthofener, die mit einer Reihe von Nachwuchsspielern ihr Glück versuchten, nach 15. Spielminuten mit 6:0. Sinnbildlich für die eindeutigen Kräfteverhältnisse erzielte TGO-Routinier Tobias Aul dann per Abstauber den ersten Treffer für die Wonnegauer. Dann dauerte es bis zur 24. Spielminute, bis die TGO den nächsten Treffer folgen ließ. Die HSG hatte bis dahin das eigene Trefferkonto auf zwölf nach oben geschraubt. Und das Ergebnis hätte noch deutlich eindeutiger ausfallen können, hätten die Wormser ihre Torchancen konsequenter genutzt. Jedoch standen das Aluminium und ein gut aufgelegter Patrick Quickert im TGO-Tor weiteren Wormser Erfolgserlebnissen im Weg. Dennoch war die Partie zur Halbzeitpause längst entschieden. Dass die TGO an diesem Tag und in dieser Besetzung einen Zehn-Tore-Rückstand zur Halbzeitpause aufholt, daran glaubte niemand in der fast ausverkauften BIZ-Südhalle (14:4, 30.).

Der zweite Durchgang verlief für ein Derby relativ höhepunkt- und spannungsarm ab. Auf Seiten der TGO deutete Youngster Fabian Hack mit einigen sehenswerten Treffern sein Potenzial an, auf Seiten der HSG spielten sich Rechtsaußen Fabian Russ und Kreisläufer Markus Metzdorf in den Vordergrund. Das Tor des Tages erzielte die Nummer 24 der HSG, Lucas Gerdon, der mit einem verdeckten Wurf hinter dem Rücken erfolgreich war. So entwickelte sich ein munteres Torewerfen auf beiden Seiten, wobei auch hier die gastgebende HSG obenauf war. Am Ende feierte die Zimmermann-Sieben einen ungefährdeten 34:16-Derbysieg. TGO-Trainer Dieter Bösing sprach von einem verdienten Erfolg für die Wormser, lobte aber auch seine junge Mannschaft: „Wir haben uns gut verkauft, auch wenn mit dieser Besetzung in Worms nichts zu holen war.“

HSG: Palzer, Elgert, Gieger, Balaz (1), Russ (3), Eusterholz (1), F. Markert (5), Schloß (6), Gerdon (2), Christmann (2), D. Markert (4), Metzdorf (5), Reichelt (2), Zimmermann (3)

TGO: Quickert, Seelig, Gasz, Drees (1), Pfaff, Aul (3), Hack (5), Meitzler (1), Popple, Müller, Scherer (6), Keller, Weber, Emde

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