Die Festung Völklingen ist gefallen – Nächster Auswärtssieg für die HSG

VÖLKLINGEN – Das Saarland ist für die Handballer der HSG Worms in der noch jungen Oberligasaison ein gutes Pflaster. Nach Siegen gegen den HSV Merzig-Hilbringen und die HF Illtal ließ die Mannschaft von HSG-Trainer Gerd Zimmermann am Samstagabend nämlich den nächsten Sieg gegen einen saarländischen Handballverein folgen. Beim HSV Völklingen feierten die HSGler einen souveränen 35:28 (20:11)-Auswärtssieg. Weil Völklingen vor dem Duell mit der HSG zehn Heimspiele am Stück ungeschlagen blieb, war die Freude bei Gerd Zimmermann nach dem fünften Sieg im sechsten Saisonspiel entsprechend groß: „Meine Mannschaft hat offensiv abgezockt agiert und in der Defensive so verteidigt, wie wir es uns vor dem Spiel vorgenommen haben. Frühzeitiges Attackieren, gegenseitiges Aushelfen und konsequentes Umschaltspiel, all das wurde vom Anpfiff umgesetzt und sorgte dafür, dass die eingespielte Völklinger Mannschaft nie so recht in die Partie finden konnte. Und das will gegen eine Mannschaft, die unter anderem die TuS Dansenberg Zuhause mit sechs Toren geschlagen hat, wahrlich etwas heißen.“

Dass die sonst so heimstarken Völklinger tatsächlich nie so recht in die Partie fanden, lässt sich alleine anhand des Spielverlaufs rekonstruieren. Worms legte einen Start nach Maß hin und setzte sich über 4:3 (5.) schnell auf 10:6 ab (13.). Trotz einiger Veränderungen in der Startformation brauchten die HSGler keinerlei Anlaufzeit und setzten vom Anpfiff weg den Matchplan des Trainers um. Während Spielmacher Denis Markert (5) per Gegenstoß für einfache Tore nach Ballgewinn sorgte, kristallisierte sich im ersten Durchgang eine ganz besondere Achse heraus. Die beiden linken Rückraumspieler Lucas Gerdon und Fabian Markert waren beide gemeinsam auf der Platte. Lucas Gerdon (7) traf von seiner angestammten Position im Rückraum aus beinahe wie er wollte, Fabian Markert (5) riss als Kreisspieler in Vertretung der fehlenden Florian Reichelt und Stephan Klöckner Lücken im gegnerischen Deckungsverbund. Weil auch die übrigen HSGler bestens aufgelegt waren, ging die HSG mit einer komfortablen Führung in die Halbzeitpause. Einziger Wehrmutstropfen nach 30 gespielten Minuten: Lucas Gerdon flog nach einem Revanchefoul mit Rot vom Platz, nachdem HSG-Spielmacher Jörn Christmann von seinem Gegenspieler mit dem Ball im Gesicht getroffen wurde und der Völklinger dafür ebenfalls rot sah.

Einen Bruch im Spiel der HSG hatte dieser Aussetzer des bis dahin besten Wormsers Lucas Gerdon jedoch nicht zur Folge. Auch nach dem Seitenwechsel verfolgten die Gäste ihren Matchplan und ließen Völklingen nicht mehr ins Spiel kommen. Erst in der Schlussviertelstunde betrieben die Saarländer ein wenig Ergebniskosmetik, nachdem Gerd Zimmermann eifrig durchgewechselt hatte. „Von einer zweiten Garde möchte ich aber überhaupt nicht reden, denn wir verfügen auch auf den Positionen acht bis 14 über eine hohe Qualität“, lobte Gerd Zimmermann, der insgesamt eine der besten Saisonleistungen sah: „Völklingen war definitiv nicht schwach, sondern wir waren einfach nur ganz stark. Jeder Feldspieler hat seine Aufgaben erfüllt und Sascha Gieger hat im Tor ein super Spiel gemacht mit insgesamt zwölf Paraden. Jetzt gehen wir mit jeder Menge Selbstvertrauen ins Rheinhessenduell gegen Bingen. Mit unseren unglaublichen Fans im Rücken wollen wir den nächsten Sieg am Samstag einfahren.“

Aufstellung: Elgert, Gieger, Gerdon (7), Fabian Markert (5), Schloß (5), Denis Markert (5), Eusterholz (2), Balaz (4), Christmann (2), Metzdorf (1), Zimmermann (2), Kulaszewicz (2), Russ, Klimavicius

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