Die Jagd ist eröffnet: Die Jungeulen kommen nach Worms

WORMS – Nach dem gelungenen Start ins Handballjahr 2017 mit einem spektakulären 35:31-Auwsärtssieg beim TV Bitburg möchte die HSG Worms vor heimischem Publikum nachlegen. Im ersten Heimspiel des Jahres in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar empfangen die HSGler die Bundesligareserve der TSG Friesenheim (Samstag, 19:30 Uhr, Nikolaus-Dörr-Halle). „Ich erwarte einen hochmotivierten Gegner, der uns alles abverlangen wird“, sagt HSG-Trainer Gerd Zimmermann mit Blick auf die formstarken Jungeneulen, die mit zwei deutlichen Heimsiegen gegen Nieder-Olm und Mülheim in 2017 gestartet sind.

Trotz des kleinen Laufs der Friesenheimer Talente sieht Gerd Zimmermann seine Mannschaft in der Favoritenrolle. „Wir spielen Zuhause und mit unseren tollen Fans im Rücken wollen wir bis zum Saisonende keine Punkte mehr in der Nikolaus-Dörr-Halle abgeben.“ Ein Sieg gegen in die Jungeulen ist in den Augen des Trainers aufgrund der auffallenden Auswärtsschwäche des Gegners ein Muss. Im bisherigen Saisonverlauf ist der TSG lediglich ein Auswärtssieg gelungen, die übrigen zwölf Punkte sammelte der kommende Wormser Gegner in heimischer Halle. „Friesenheim lebt von der Heimstärke, kann aber auch in der Fremde zu einem ungemütlichen Gegner werden, wenn man sie denn lässt“, weiß Gerd Zimmermann, der deshalb eine vergleichbare Leistung wie im Vorspiel von seiner Truppe fordert. Als eine von nur ganz wenigen Oberligateams ist es der Mannschaft von Gerd Zimmermann nämlich gelungen, durch einen 33:25-Erfolg beide Punkte aus dem Stadtteil von Ludwigshafen zu entführen. „Diesen Auswärtssieg werden wir uns in der Vorbereitung auf das Spiel ausgiebig per Video zu Gemüte führen, denn in Friesenheim haben wir über weite Strecken so gespielt, wie man es gegen eine Mannschaft mit zahlreichen hoch veranlagten Talenten agieren muss“, sagt Gerd Zimmermann.

An erster Stelle meint der Wormser Mannschaftsverantwortliche das Verhalten in der eigenen 6:0-Deckung. Im Vergleich zum Auswärtssieg im Bitburg müsse die 6:0 kompakter und aggressiver verteidigen und generell näher am Gegenspieler stehen. Ein ganz besonderes Augenmerk gilt dabei dem Friesenheimer Rückraumspieler Simon Schleidweiler. „Er hat im Hinspiel zu viele Tore aus der Distanz erzielt. Gegen ihn müssen wir besonders früh am Mann sein und vermeiden, dass er aus der Bewegung zum Wurf kommt“, analysiert Gerd Zimmermann den gegnerischen Schlüsselspieler, der regelmäßig in der Zweitligamannschaft mittrainiert und Bundesligakader steht.

Personell kann Gerd Zimmermann gegen die TSG Friesenheim aus den Vollen schöpfen. Alle Spieler sind fit. Welche Spieler er gegen Friesenheim von Anfang aufstellen wird, lässt sich der Trainer allerdings noch offen. Eine Empfehlung für einen Startsiebeneinsatz hätten in Bitburg jedenfalls einige Spieler abgegeben, findet Gerd Zimmermann. „Lucas Gerdon hat mit seinen elf Toren gezeigt, dass er im linken Rückraum immer eine gute Option ist. Auch Flo Reichelt hat seine Sache am Kreis und im Innenblock gut gemacht, ebenso wie Thomas Elgert im Tor. Wer, wie und wann zum Einsatz kommt, darauf möchte ich mich aber noch nicht festlegen. Wir verfügen über einen sehr ausgeglichenen Kader, da entscheiden Nuancen. Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht nur gewinnen will, sondern auch jedem der Jungs Einsatzminuten geben will.“

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