Ein Ausrufezeichen vor dem großen Derby in Mülheim setzen

Zum Abschluss der Oberliga-Hinrunde steigt das große Lokalduell zwischen der HSG Worms und der TG Osthofen. Obwohl das bevorstehende Derby am 17. Dezember in beiden Lagern bereits seine Schatten vorauswirft, liegt der Fokus der Wormser Handballer voll und ganz auf nächsten Punktspiel in Deutschlands vierter Liga. Und am Wochenende heißt der Gegner eben nicht TG Osthofen, sondern TV Mülheim. „Wir konzentrieren uns zu 100 Prozent auf den TV Mülheim, denn wir wollen das Derby und das letzte Auswärtsspiel des Jahres siegreich gestalten“, betont HSG-Trainer Gerd Zimmermann.

Um zwei Punkte aus dem Rheinland zu entführen, bedarf es nach Meinung des Mannschaftsverantwortlichen einer Leistungssteigerung im Vergleich zum jüngsten 36:22-Heimsieg gegen den TV Nieder-Olm. „Eine starke Halbzeit wird in Mülheim nicht reichen, dafür ist der Gegner im Offensivbereich zu stark“, sagt Gerd Zimmermann und verweist auf den torgefährlichen Rückraum um den Mülheimer Haupttorschützen Max Zerwas. Dieser kämpfte bereits in der zurückliegenden Saison mit dem Wormser Denis Markert um die Torjägerkanone in Deutschlands vierter Liga und präsentiert sich auch in der neuen Runde äußerst torgefährlich. Aufgrund seiner individuellen Qualität könne man Max Zerwas nach Meinung von Gerd Zimmermann zwar nicht komplett ausschalten, „jedoch gilt es seine Wirkungskreise konsequent einzuengen und seinen Mitspieler keine Freiräume zu lassen.“ Steht die Wormser 6:0-Deckung, ist Gerd Zimmermann von einem Auswärtserfolg überzeugt. Denn in der Defensive ist Mülheim alles andere als sattelfest. Obwohl der TV die letzten beiden Spiele nach einer Niederlagenserie gewinnen konnte, kassierten die Rheinländer gegen die Abstiegskandidaten Osthofen und Nieder-Olm zuletzt 59 Gegentore. Über die gesamte Saison gesehen stellt Mülheim nach dem TV Nieder-Olm die zweitschwächste Defensive der Oberliga. „Wir verfügen über genügend Qualität im Kader, um das mit unserem Tempospiel und unseren Abläufen aus dem gebundenen Spiel auszunutzen“, sagt Gerd Zimmermann, der in Mülheim mit Ausnahme von Christian Kulaszewicz (Leisten-OP) auf all seine Spieler zurückgreifen kann.

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