Ein Hinrundenfazit von Hans-Karl Böhnert

Der Präsident des Handballverbands Rheinhessen (HVR), Klaus Kuhn, ließ sich vor Beginn der neuen Handballsaison zu einer gewagten Prognose hinreißen. Im zweiten Jahr in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar prognostizierte der Verbandschef den Handballern der HSG Worms, dass sie als Überraschungsmannschaft im Kampf um den Aufstieg in die dritte Liga mitmischen würden. Was vor Saisonbeginn noch kaum einer für möglich gehalten hatte, stellte sich rückblickend als fachmännische Prognose von Klaus Kuhn heraus. Denn nach 15 von 30 gespielten Partien rangiert die HSG Worms mit 21:9 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz, gerade einmal vier Punkte hinter dem aktuellen Tabellenführer und Meisterschaftsfavoriten TuS Dansenberg. Dementsprechend zufrieden blicken die Verantwortlichen der HSG Worms auf die Hinrunde zurück. Der sportliche Leiter der HSG, Hans-Karl Böhnert, bilanziert: „Nach einer Premierensaison ohne größere Abstiegsnöte wollten wir uns in dieser Runde mit unserem verstärkten Kader eigentlich im gesicherten Mittelfeld der vierten Liga etablieren und ein Fundament für eine starke Oberligamannschaft aufbauen. Dass unsere Jungs vom Saisonbeginn oben mitmischen und tollen Tempohandball zeigen, war so nicht unbedingt zu erwarten und freut uns deshalb umso mehr.“

Grund zur Freude hatten die Wormser Handballer vor allem bei den Heimspielen. Mit der Unterstützung der stetig wachsenden Anhängerschaft in der nahezu bei jedem Heimspiel ausverkauften Nikolaus-Dörr-Halle verwandelten die HSGler die Heimspielstätte im Wormser Norden in eine echte Festung. Lediglich zwei Spiele konnte die Mannschaft von Erfolgstrainer Gerd Zimmermann nicht siegreich gestalten. Das Heimspiel gegen Tabellenführer Dansenberg ging verloren, jedoch fand die Partie in der BIZ-Südhalle statt. Gegen die SG Saulheim kamen die HSGler nicht über ein Unentschieden hinaus, jedoch wird das Spiel aufgrund einer Fehlentscheidung der Schiedsrichter im neuen Jahr wiederholt. Ansonsten demonstrierte die Zimmermann-Sieben eine Heimstärke, ganz im Stile einer Viertliga-Spitzenmannschaft. So wurde unter anderem der Lokalrivale TG Osthofen mit 34:16 auf die kurze Heimreise geschickt, der langjährige Rheinhessenoberligist TV Nieder-Olm mit 36:22 deklassiert und die jahrelange Spitzenmannschaft HF Illtal mit 33:31 niedergerungen. Auch auswärts gelang der HSG in der Hinrunde so mancher Coup, wie etwa beim deutlichen 35:28-Sieg gegen den letztjährigen Mitaufsteiger HSG Völklingen oder dem 29:26-Achtungserfolg beim Tabellenzweiten VTZ Saarpfalz. „In all diesen Partien konnten unsere Jungs ihre handballerische Klasse zeigen und unser Trainer Gerd Zimmermann hat in dieser Saison den Luxus, auf jeder Position zwei starke Spieler einsetzen zu können“, lobt Hans-Karl Böhnert.

Neben altbekannten Leistungsträgern wie den Brüdern Denis und Fabian Markert, den vereinstreuen Jochen Schloß und Markus Metzdorf erwiesen sich auch die Neuzugänge als echte Verstärkungen. So gehören unter anderem Kai Zimmermann, Jörn Christmann und Torwart Sascha Gieger zu den Leistungsträgern der Hinrunde. Neu-Youngster Lucas Gerdon deutete ebenfalls des Öfteren sein großes Potenzial an, ebenso wie die lange verletzten Linkshänder Kubo Balaz und Fabian Ruß. Mit Blick auf die Rückrunde sagt Hans-Karl Böhnert: „Wir freuen uns riesig darauf, die Mannschaft in der zweiten Saisonhälfte weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, auch in der Rückrunde im Konzert der Großen mitzuspielen. Den Aufstieg anzupeilen wäre vermessen, wir möchten sowohl sportlich als auch infrastrukturell gesund wachsen. Unsere zweite Mannschaft, die aktuell auf Aufstiegskurs in Richtung Rheinhessenliga, geht da mit gutem Beispiel voran.“

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