Engagierte Leistung gegen Tabellenführer reicht nicht für Zählbares

WORMS – Nach drei Serien in Folge mussten die Handballer der HSG Worms die erste Niederlage im Jahr 2018 hinnehmen. Bei VTZ Saarpfalz, Tabellenführer der Oberliga Rheinland-Pfalz Saar/Saar, verlor die HSG mit 28:31 (11:13). „Natürlich hätten wir gerne für eine Überraschung gesorgt, aber mit diesem Ergebnis können leben“, bilanzierte HSG-Trainer Gerd Zimmermann und ergänzte: „Meine Mannschaft hat gegen den Klassenprimus von Anpfiff bis Abpfiff dagegen gehalten und alles gegeben.“

In der Rosenstadt sahen die Zuschauer eine Partie, die ab der ersten Minute für Unterhaltung pur sorgte. Während das Hinspiel in Worms noch ein zähes Ringen um jeden Treffer war, präsentierten sich beide Mannschaften beim Rückspiel weit mehr in Torlaune. Nach nicht einmal vier Spielminuten stand es bereits 4:3 für VTZ. „Wir haben Philip Wiese und seine Nebenleute zwar nicht so kontrollieren können wie geplant, aber auch die sonst so starke VTZ-Abwehr kam mit unserem Angriff nicht zurecht“, skizzierte Gerd Zimmermann den Verlag der Anfangsminuten. Ganz so torreich ging es dann im weiteren Spielverlauf der ersten Hälfte zwar nicht mehr zu, jedoch blieb der Unterhaltungswert in dem guten Viertligaduell hoch. Zur Pause führten die Gastgeber mit zwei Treffern (11:13), wobei die HSG bei besserer Chancenverwertung durchaus hätte ebenso in Führung liegen können.

Mit diesem knappen Rückstand im Rücken nutzte Gerd Zimmermann die Halbzeitpause, um seine Mannen auf 30 weitere umkämpfte Minuten in der Westplazhalle einzustellen. Doch kaum hatten seine Mannen das Spielfeld wieder betreten, leisteten sie sich einen kleinen Durchhänget. VTZ zog binnen weniger Minuten auf fünf Tore davon. Wer dachte die Partie sei nun entschieden, der sah sich jedoch getäuscht. Obwohl die HSG erneut mit einem durch Verletzungen dezimierten Kader antrat, erwischte die Zimmermann-Sieben eine zweite Luft. Die HSG verkürzte den Rückstand bis zur 45. Minute auf drei Tore, ehe eine rote Karte (3×2 Minuten gegen Kubo Balaz die Aufholjagd stoppte. Zweibrücken zog in der Folge auf sieben Tore davon (20:27, 51.). Anstatt das Spiel komplett abzuschenken, kämpfte sich die HSG erneut zurück in die Partie. Zwar blieb für die Gäste nicht mehr ausreichen Zeit für die Wende, jedoch gelang es der aufopferungsvoll kämpfenden Mannschaft das Ergebnis überaus erträglich zu gestalten. Unten anderem dank des besten Wormser Werfers Fabian Markert (7) aus dem Feld sowie einem sicheren Siebenmeterschützen Kai Zimmermann ((8) endete die Partie mit 28:31 aus Sicht der Gäste. „Diese Niederlage ist kein Beinbruch. Wir müssen unsere Punkte gegen andere Mannschaften holen wie etwa in zwei Wochen, wenn wir Zuhause gegen Mülheim spielen. Dann dürfen sich die Fans auch unseren Rückkehrer Michal Kurka freuen, der nach seiner schlimmen Verletzung seinem Comeback entgegen fiebert.“

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