Erfolgreiche Eulenjagd – 37:31-Heimsieg

WORMS – Die HSG Worms marschiert weiterhin mit einer weißen Weste durch das noch junge Handballjahr 2017. Auf den Auswärtssieg beim TV Bitburg ließ die Mannschaft von Trainer Gerd Zimmermann einen 37:31 (19:14)-Heimerfolg gegen die Bundesligareserve der TSG Friesenheim folgen. „Die Jungeulen waren der erwartet formstarke Gegner, aber meine Mannschaft hat über weite Strecken des Spiels gute Lösungen gefunden und dadurch einen verdienten Sieg eingefahren“, bilanziert Gerd Zimmermann in der Rückbetrachtung des Oberligaduells zufrieden.

Dass der Sieg für den Tabellenvierten aus Worms in Ordnung geht, befand auch der gegnerische Coach Ralf Schmitt in der abschließenden Pressekonferenz. Seine junge Mannschaft habe zwar phasenweise gut mitgehalten, am Ende habe die HSG jedoch in erster Linie aufgrund der größeren Kaderbreite auf einem höheren Spielniveau agiert. Ein hohes Spielniveau beider Mannschaften sahen die Zuschauer in der ausverkauften Nikolaus-Dörr-Halle bereits in der Anfangsphase, in der zunächst Friesenheim in Führung ging. Beim Spielstand von 2:3 gelang der Zimmermann-Sieben jedoch der Ausgleich, der zugleich als Initialzündung für eine Wormser Drangphase wirkte. Während in der Offensive Spielmacher Denis Markert mit Toren und Torvorlagen glänzte, vernagelten Torwart Thomas Elgert und die 6:0-Abwehr im Verbund das Wormser Tor. Nach gerade einmal zehn Minuten lag die HSG aufgrund des Zwischenspurts mit 10:4 in Führung. „Florian Reichelt und Fabian Markert haben die Abwehr wunderbar zusammengehalten und den sonst so gefährlichen TSG-Rückraumspielern wie Oliver Zeller und Simon Schleidweiler den Schneid abgekauft. Wie wir nach Ballgewinn dann über die erste und zweite Welle zum Torerfolg gekommen sind, das war von außen schon toll mitanzusehen. Genau so stelle ich mir unseren Handball vor“, lobt Gerd Zimmermann. Doch so überraschend wie die plötzliche Leistungsexplosion war, so überraschend folge ein Zwischentief der Gastgeber. Weil bei eigenem Ballbesitz nicht mehr viel zusammen lief und die Abwehr mit zu wenig Zugriff agierte, verkürzte Friesenheim den Rückstand bis zur Halbzeitpause auf 19:14.

Mit diesem Fünf-Tore-Vorsprung im Rücken zog die HSG das Tempo nach der Halbzeitpause wieder an. „Wir haben gefühlt wieder zwei Gänge hochgeschaltet und den Jungeulen ihre Grenzen aufgezeigt und unser handballerischen Potenzial wieder einmal angedeutet“, skizziert Gerd Zimmermann die Anfangsphase des zweiten Durchgangs (30:20, 41.) Doch aus unerklärlichen Gründen machten die HSGler die selben Fehler wie im ersten Durchgang und holten Friesenheim durch eigene Unzulänglichkeiten erneut zurück in die Partie. Als der Wormser Vorsprung zwischenzeitlich nur noch vier Tore betrug, schlug jedoch die Gunst der Stunde von Spielmacher Denis Markert. Während Kapitän Markus Metzdorf den zweiten Durchgang mit sechs Toren einläutete, beendete Denis Markert das Spiel mit einer Reihe von Toren. Nach dem 37:31-Schlusspunkt durch Außenspieler Alex Eusterholz sagte der sportliche Leiter der HSG Worms, Hans-Karl Böhnert: „Wie Denis die Lücken erkennt, den Ball mit einer Hand verarbeitet, seine Mitspieler in Szene setzt und auch noch Tore macht, das war ganz großes Kino. Ich bin froh, dass wir Denis und fast den gesamten Kader für die nächste Saison beisammenhalten können. Wir haben zwar noch Luft nach oben, aber wir sind auf einem verdammt guten Weg.“

Aufstellung: Gieger, Elgert, Balaz (2), Russ, Eusterholz (1), Kulaszewicz, F. Markert (4), Schloß (3), Gerdon (5), Christmann (3), D. Markert (9), Metzdorf (6), Reichelt (2), Zimmermann (2)

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