Eulen-Jagd im Saisonfinale

WORMS – Am kommenden Dienstag empfangen die Oberligahandballer der HSG Worms den Zweitligisten TSG Ludwigshafen-Friesenheim zum Benefizspiel für den an Blutkrebs erkrankten Nachwuchshandballer Jamie (Anpfiff: 19:30 BIZ-Südhalle). Am Samstag steht die, zumindest aus sportlicher Sicht, enorm bedeutsame Generalprobe für das Duell mit den „Eulen“ an. Dann treten die Wormser Handballer nämlich zum drittletzten Punktspiel der laufenden Runde bei den Jung-Eulen, der TSG Ludwigshafen-Friesenheim II, an. Nach den beiden Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Illtal und Budenheim möchte der Oberligaaufsteiger aus Worms den kleinen Negativtrend beim Auswärtsspiel im dem Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim beenden. „Wir möchten aus den verbleibenden Spielen noch ein paar Punkte sammeln und am liebsten gegen die Bundesliga-Reserve der Eulen damit anfangen“, sagt HSG-Trainer Gerd Zimmermann mit Blick auf das Nachbarschaftsduell.

Dass Friesenheim mit seinem in Worms bestens bekannten Trainer Frank Herbert aktuell noch jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt braucht, macht die Aufgabe in den Augen des Wormser Mannschaftsverantwortlichen allerdings nicht gerade einfach. „Ich erwartete einen hochmotivierten und taktisch bestens auf uns eingestellten Gegner“, prognostiziert Gerd Zimmermann. Gleich zwei Gründe führt der Coach in diesem Zusammenhang an: Zum einen war Eulen-Trainer Frank Herbert beim Heimspiel gegen Budenheim als Beobachter auf der Tribüne in Worms zu finden, zum anderen besteht auf Friesenheimer Seite ein gewisser Druck die Klasse zu halten. Denn je höher der Bundesligaunterbau spielt, umso effizienter Verläuft die Ausbildung der Talente. Ein Abstieg aus der Oberliga wäre folglich ein großer Rückschlag im erfolgreichen Ausbildungssystem der Eulen. „Der Druck liegt also ganz klar auf Seiten des Gegners“, unterstreicht Gerd Zimmermann. Dennoch nimmt der Trainer seine Schützlinge beim Leistungsvergleich mit dem aktuellen Drittletzten in die Pflicht und fordert eine deutliche Leistungssteigerung von seiner arg verletzungsgebeutelten Truppe. „Für meine fitten Spieler gilt es, sich jetzt schon für die kommende Saison zu empfehlen.“ Mit welchem Personal er die kurze Reise nach Friesenheim antreten wird, lässt der Coach derweil offen. Die Langzeitverletzten Thomas Elgert, Florian Reichelt, Fabian Ruß, Felix Kaltenthaler und Kubo Balaz werden definitiv fehlen. Ob Rückraumspieler Fabian Markert sein Comeback feiern wird, das lässt der Coach noch offen. „Wir werden aber definitiv eine schlagkräftige Truppe stellen und hoffentlich treten viele Fans die kurze Fahrt nach Friesenheim an. Wir wollen ein Heimspiel in fremder Halle.“

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