Goliath reist zum nicht ganz so kleinen David – oder: Zweibrücken reist nach Worms!

Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Wahl. Für den Trainer der HSG Worms, Gerd Zimmermann, ist gleich zwei Mal innerhalb eins Tages Wahltag. Denn nachdem der Wormser Mannschaftsverantwortliche seine Stimmen für den neuen Bundestag abgegeben hat muss Gerd Zimmermann die Aufstellung für das Topspiel in Deutschlands vierter Liga wählen (Anpfiff: 17 Uhr, Nikolaus-Dörr-Halle). Am vierten Spieltag trifft die HSG Worms Zuhause auf die Spitzenamnnschaft VTZ Saarpfalz, die vergangene Runde lange im Aufstiegsrennen dabei war und in der noch jungen Spielzeit die Tabelle mit 6:0 Punkten anführt. „Das wird eine ganz große Aufgabe für meine Mannschaft, denn wir spielen gegen einen Mitfavoriten um den Aufstieg. Dementsprechend sehe ich den Gegner auch in der Favoritenrolle“ sagt Gerd Zimmermann, der aber mit der Unterstützung des Publikums im Rücken dem Favoriten ein Bein stellen will.

Auch für das Heimpublikum stehen am Sonntag gleich zwei Wahlen an. Auch für die Zuschauer gilt natürlich zuallererst der Bürgerpflicht nachzukommen. Dann steht der HSG-Fan vor der Wahl, wie er die Mannschaft nach vorne peitscht. Während Trommler Timmy lautstark seine Farben anfeuert und die Trommelstöcke schwingt, werden sich aus HSG-Sicht hoffentlich viele dafür entscheiden, in den Trommeltakt einzusteigen und mitzuklatschen. „Ich erinnere nur an den Heimsieg gegen Illtal, in der das Publikum die Mannschaft zum Sensationsheimsieg getragen hat“, unterstreicht Florian Stenner in seiner Funkton als sportlicher Leiter die Bedeutung der Fans. Der HSG Anhang versammelt sich an diesem Sonntag übrigens nicht in der neuen Hiemspielstätte Kerschensteiner Schule, sondern in der Nikolaus-Dörr-Halle. Denn aufgrund der Bundestagswahlen ist das Foyer der neuen Halle an diesem Wochenende nicht nutzbar. „In der Nikolaus-Dörr-Halle können wir aber auch sehr ansehnlichen und erfolgreichen Handball zeigen“, nimmt es Florian Stenner gelassen und betont :„Saarpfalz ist in diesem Spiel zwar der Goliath, aber wir sind kein ganz so kleiner David.“

Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht die Ansicht des sportlichen Leiters, denn auch die HSG hat einen ordentlichen Saisonstart hingelegt. Nach einer vermeidbaren Niederlage in Saulheim feierten die HSGler zwei Erfolge gegen Friesenheim und Bitbug. Um auch gegen Zweibrücken mithalten zu können, braucht es laut Gerd Zimmermann allerdings eine Leistungssteigerung. „Saarpfalz ist ein anderes Kaliber, sie verteidigen sehr stark und verfügen bei eigenem Ballbesitz über enorm viel Wucht und Klasse im Rückraum“, analysiert der Trainer, der sein Team ganz speziell auf den gegnerischen Rückraum vorbereitet hat. Was das für die Aufstellung und die taktische Einstellung zu bedeuten hat, da lässt sich der Wormser Mannschaftsverantwortliche allerdings nicht in die Karten schauen. Personell kann Gerd Zimmermann mit Ausnahme des Langzeitverletzten Fabian Russ jedenfalls aus den Vollen schöpfen.

Zur Einstimmung auf ein hochkarätiges Handballspiel kann die Zimmermann-Truppe vor dem eigenen Spiel die Partie der zweiten Mannschaft verfolgen. Die „Zwote“ bestreitet nämlich direkt vor der Ersten ihr erstes Heimspiel in der Rheinhessenliga. In der Nikolaus-Dörr-Halle trifft die Mannschaft von Trainer Heiko Breth auf die TuS Kirn (Anpfiff: 15 Uhr).

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