Großes „Pre-Session-Interview“ mit Trainer Gerd Zimmermann

WORMS – In gut drei Wochen startet die HSG Worms mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger TV Bitburg in die zweite Saison in der Oberliga RPS. Trainer Gerd Zimmermann berichtet in einem Interview mit Pressesprecher Florian Stenner von bisherigen Verlauf der Vorbereitung, der Integration der neuen Spieler, dem Saisonstart gegen den Aufsteiger TV Bitburg und die Rolle der Fans bei den meist ausverkauften Heimspielen.

HSG: Gerd, du gehst in deine dritte Saison mit der HSG Worms. Wie hat sich die Mannschaft in dieser Zeit entwickelt.

Gerd Zimmermann: Meiner Meinung nach hat die Mannschaft eine sportliche Entwicklung genommen, wie sie hätte kaum besser verlaufen können mit den vorhandenen Ressourcen hier in Worms. Das belegen die punktverlustfreie Meisterschaft in der Rheinhessenliga und der souveräne Klassenerhalt in der Oberliga. Neben dem tabellarischen Abschneiden ist es für mich als Trainer aber von besonderer Bedeutung, dass die Mannschaft als Ganzes und ihre einzelnen Spieler eine Weiterentwicklung durchgemacht haben. Das gilt sowohl für Wormser Urgeisteine wie Jochen Schloß oder Markus Metzdorf als auch für Rückkehrer wie die beiden Markert Brüder. Aber das sind nur einige Beispiele, ich könnte an dieser Stelle noch viele weitere Spieler nennen, die im Wormser Trikot zu Oberligaspielern gereift sind. Wenn ich mir die tägliche Trainingsarbeit anschaue, sind wir aber noch lange nicht am Ende unseres handballerischen Potenzials angekommen.

Trainingslager Steinbach (4)

HSG: Trainingsarbeit ist das Stichwort. Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Verlauf der Saisonvorbereitung?

Gerd Zimmermann: Die Spieler sind schon jetzt alle auf einem sehr guten Level, was die Fitness betrifft. Das ist natürlich in erster Linie darauf zurückzuführen, dass wir in den ersten Wochen der Vorbereitung wenig mit Ball gearbeitet haben und stattdessen im konditionellen Bereich hart gearbeitet haben. Die Saison in der Oberliga ist verdammt lang und ohne eine entsprechende Fitness ist kein Gegner zu schlagen. Deshalb möchte ich beispielweise auch die Testspielergebnisse zu Anfang nicht überbewerten. Auch wenn einige Siege dabei waren, hat man den Jungs das stramme Trainingsprogramm angemerkt. Trotzdem ziehen alle konsequent mit, wie im Trainingslager im Steinbach. Dort haben wir Anfang August auch das Spielerische und die Abwehrarbeit in den Fokus gerückt. Außerdem ist die Mannschaft mit all ihren Neuzugängen zu einer echten Einheit zusammengewachsen. Wir haben eine verschworene Truppe mit riesigem Potenzial.

HSG: Also sind die Neuzugänge voll integriert?

Gerd Zimmermann: Definitiv! Und alle miteinander tuen sie uns gut. Im der letzten Saison hat man streckenweise gesehen, dass uns als Aufsteiger ein ums andere Mal eine Wechselalternative gefehlt hat. Jetzt ist jede Position mindestens doppelt besetzt – und das in einer sehr hohen Qualität. Nehmen wir nur mal den Rückraum als Beispiel: Auf Halblinks haben wir mit Fabian Markert, Neuzugang Lucas Gerdon und Orintas Klimavicius gleich drei Alternativen, die allesamt noch sehr entwicklungsfähig sind. In der Mitte kann jetzt nicht nur der letztjährige Torschützenkönig der Oberliga RPS, Denis Markert, wirbeln, sondern auch ein drittligaerfahrener Jörn Christmann. Auf Halbrechts kehren mit Kubo Balaz und Fabian Russ gleich zwei Langzeitverletzte zurück, dazu gesellt sich mein Sohn Kai Zimmermann, der über Jahre hinweg im höherklassigen Handball spielt. Auch im Tor wird uns Sascha Gieger mit seiner Größe, seiner Erfahrung und seinem Potenzial sehr weiterhelfen. Mit unserem überaus erfahrenen Trainer Eckhard Markert wird auch er sich weiter stark entwickeln. Stephan Klöckner zeigt insbesondere in der Abwehr, dass er die Mannschaft verstärken kann.

HSG: Das Saisoneröffnungsspiel gegen den TV Bitburg am 3. September um 19:30 in unserer Nikolaus-Dörr-Halle kann also kommen?

Gerd Zimmermann: Wir werden die nächsten Wochen noch intensiv zur Vorbereitung nutzen, denn wir sind noch nicht bei 100 Prozent unseres Leistungsvermögens angekommen. Aber wir sind auf einem sehr guten Weg und ich bin der festen Überzeugung, dass wir mit einem Heimsieg gegen den Aufsteiger aus dem Rheinland in die Runde starten können. Wer mich kennt, der weiß dass ich jedes Spiel gewinnen will. Ein Heimsieg zum Start würde unserer jungen und hungrigen Mannschaft sehr gut tun. Aber wir werden Bitburg auf keinen Fall unterschätzen. Die Jungs haben den Aufstieg in die 4. Liga souverän gemeistert und haben einige gute Handballer in ihren Reihen. Mit unseren Fans im Rücken können wir diesem unbeschriebenen Blatt in der Oberliga hoffentlich von Anfang an zeigen, wer der Herr im Hause ist.

HSG: Du sprichst die Rolle der Fans an. Was erhoffst du dir in diesem Jahr von unserer Anhängerschaft?

Gerd Zimmermann: Die selbe großartige Unterstützung, wie in der letzten Saison! Es ist für die Spieler und für mich ein unglaublich gutes Gefühl zu wissen, dass hunderte Handballbegeisterte uns bedingungslos über 60 Minuten nach vorne peitschen. Dann haben wir noch unseren Trommler Timmi und seine Trommelkids, die die Halle von der einen auf die andere Sekunde in einen Hexenkessel verwandeln können. Hier in Worms bewegt sich also nicht nur rein sportlich etwas, sondern auch im direkten Umfeld der Mannschaft ist eine starke Entwicklung zu erkennen. Aber auch hier sind wir noch lange nicht am Maximum angekommen, weshalb ich jeden Handballinteressieren und Fan dazu einlade, gemeinsam mit einer tollen Mannschaft für eine erfolgreiche Handballsaison in Worms zu sorgen.

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