Hält die Serie auch in Nieder-Olm?

Sind aller guten Dinge drei? Gewinnen die Handballer der HSG Worms auch ihr drittes Spiel in Serie, lässt sich diese Frage jedenfalls getrost mit bejahen. „Meine Mannschaft und ich sind fest entschlossen, den jüngsten Aufwärtstrend vor der Weihnachtspause nicht mehr enden zu lassen“, sagt HSG-Trainer Gerd Zimmermann vor dem letzten Auswärtsspiel des Kalenderjahres beim Tabellenvorletzten der Oberliga, dem TV Nieder-Olm. Dass der rheinhessische Ligakonkurrent aus Nieder-Olm am Sonntag (Anpfiff 11:00 Uhr) frühzeitige Weihnachtsgeschenke verteilen wird, daran verschwendet Zimmermann keinen Gedanken. „Dieses Auswärtsspiel wird mindestens genauso schwer wie die Aufgaben gegen Friesenheim und Budenheim“, so Zimmermann.

Zwar setzte es für Nieder-Olm zuletzt eine herbe Niederlage gegen die TuS Kaiserslautern-Dansenberg, von Nachwehen geht der Wormser Coach allerdings nicht aus. Vielmehr müsse seine Truppe nach den zwei überzeugenden Erfolgserlebnissen selbst aufpassen, die Konzentration hochzuhalten und auch in Nieder-Olm an die absolute Leistungsgrenze zu gehen. „Nur ein Prozentpunkt weniger reicht aus und wir verlieren das Ding. Die Oberliga ist einfach viel zu ausgeglichen, als das man sich dort Nachlässigkeiten erlauben kann“, betont Zimmermann beinahe Gebetsmühlenartig. Die Eindringlichkeit seiner Warnungen haben jedoch einen konkreten Hintergrund. Obwohl der TV die zweitschlechteste Abwehr der Liga stellt und bislang auch nicht durch Torfestivals auf sich Aufmerksam machen konnte, ist das Spiel in fremder Halle ein echter Prüfstein für die HSG. „Sowohl die ungewohnt frühe Anstoßzeit als auch das Haftmittelverbot sind zwei nicht zu unterschätzende Faktoren“, sagt Zimmermann, der dies aber nicht als Ausrede zählen lassen will. Zum einen habe seine Mannschaft nämlich eine vergleichsweise kurze Anfahrt mit Blick auf die übrigen Teams der Oberliga, zum anderen habe das Team in der Trainingswoche bereits ohne Haftmittel trainiert. „Wir sind in dieser Hinsicht, wie auch im taktischen Bereich, bestens auf den Gegner vorbereitet.“

Ob die rechte Angriffsseite mit Alex Eusterholz und Kubo Balaz über die volle Distanz den Matchplan des Trainers umsetzen kann, entscheidet sich erst kurz vor Spielbeginn. Beide gingen mit Blessuren aus dem Friesenheim-Spiel. Ansonsten kann Coach Zimmermann voraussichtlich auf den gesamten Kader zurückgreifen. Zur Mannschaft gehört dabei erneut Torwart Hagen Gutland, der sich kurz vor der Weihnachtspause wieder der HSG anschloss. „Ich freue mich, mit Hagen eine weitere starke Alternative fürs Tor zu haben und dass er sich für unseren Wormser Weg entschieden hat“, so Zimmermann über den Rückkehrer, der bereits zahlreiche Jugendstationen in Worms durchlief.

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