Härtetest im Saarland

WORMS – Am Samstag kommt es in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zum Duell zweier Überraschungsmannschaften: Die HSG Worms reist als Tabellenzweiter zur heimstarken HSG Völklingen, die in der noch jungen Viertligasaison unter anderem den Aufstiegsfavorit TuS Dansenberg vor heimischer Kulisse deutlich besiegen konnte (Abfahrt Bus 15:00 Uhr, Sparkasse Herrnsheim). „Wir wollen die Völklinger Festung stürzen und die Punkte entführen“, gibt HSG-Trainer Gerd Zimmermann die Marschroute vor und zollt dem kommenden Gegner gleichzeitig großen Respekt: „Das wird eine Herkulesaufgabe, denn der Gegner ist unfassbar gut eingespielt und weiß seine Stärke gekonnt in Szene zu setzen.“

Die größte Stärke des Gegners sieht der HSG-Verantwortliche im gebundenen Angriffsspiel. Auf Basis zahlreicher Videoanalysen ist Gerd Zimmermann aufgefallen, dass Völklingen sich im Angriff im wahrsten Sinne des Worts blind versteht. „Die wurfstarken Rückraumschützen müssen nicht einmal Blickkontakt mit ihren Mitspielern aufnehmen, um gefährliche Situationen zu kreieren und erfolgreich abzuschließen“, analysiert Gerd Zimmermann. Deshalb lag das Hauptaugenmerk in der Vorbereitung auf das Spiel auf der Abwehrarbeit. „Wir wollen früh attackieren, dem Gegner so keinerlei Raum zur Entfaltung geben und Ballverluste erzwingen“, sagt Gerd Zimmermann, der seiner Mannschaft als mahnendes Beispiel den Völklinger Heimsieg gegen die TuS Dansenberg vor Augen geführt hat. Aber auch in der Verteidigung sei der kommende Gegner eine echte Hausnummer in der Oberliga. In fünf Spielen hat die HSG Völklingen noch nie 30 Gegentore kassiert. Anders ergeht es da den Handballern der HSG Worms. Gegen die Spitzenteams Illtal und Budenheim kassierten die HSGler mehr als 30 Tore. „Diese Marke dürfen wir in Völklingen keinesfalls ein drittes Mal überschreiten, sonst werden wir da nicht punkten“, ist Gerd Zimmermann überzeugt. Dieser Appell ist bei der Mannschaft angekommen. Nicht umsonst sagt auch HSG-Rechtsaußen Alex Eusterholz über den nächsten Gegner: „Wir werden alles daran setzen, um dort zu gewinnen. Völklingen spielt in der Abwehr sehr körperbetont und hat den einen oder anderen Spieler im Kader, der in Luxemburg und Frankreich schon sehr erfolgreich Handball gespielt hat. Sie haben eine Menge Potenzial auf der Platte.“

Aber auch der Wormser Kader verfügt in Völklingen über reichlich Potenzial, reist die Mannschaft doch in kompletter Stärke ins Saarland. Lediglich hinter Mannschaftskapitän Markus Metzdorf steht ein Fragezeichen. Er musste sich kurzfristig einer Zahnoperation unterziehen und fällt deshalb eventuell aus.

 

 

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