Heimsieg in der Fremde – HSG Worms bezwingt Aufstiegsfavoriten TuS Kl-Dansenberg

WORMS – „Auswärtssieg, Auswärtssieg“: Das skandierten am Sonntagabend nicht die zahlreich mitgereisten Fans der TuS Kaiserslautern-Dansenberg, sondern die Fans und die Mannschaft der HSG Worms. Der Gastgeber aus der Nibelungenstadt, der aufgrund eines parallel laufenden Fußballturniers in der BIZ-Südhalle in die Alzeyer Rundsporthalle ausweichen mussten, feierten einen überraschenden 33:31 (16:14)-Sieg beim Handballoberliga-Heimspiel in fremder Halle. „Besser hätte der Start in die Rückrunde nicht verlaufen können, meine Jungs haben sich diesen Erfolg gegen einen richtig starken Gegner durch eine ganz tolle Leistung mehr als verdient“, bilanzierte HSG-Trainer Gerd Zimmermann, dessen Mannschaft von der ersten bis zur letzten Spielminute in Führung lag.

Dansenberg H k04Bereits die ersten Minuten der Partie machten Hoffnung auf die Sensation. Trotz des Ausfalls von Stammspieler Kubo Balaz, der im linken Rückraum von Jochen Schloß (2) und Markus Metzdorf (2) im Wechsel ersetzt wurde, gab die HSG bereits in den Anfangsminuten den Ton an. Über 3:2 setzte sich die Zimmermann-Sieben gegen das Oberligaspitzenteam aus der Pfalz auf 6:3 ab. Aus einer kompakten 6:0-Verteidigung spielte die HSG über die Markert-Brüder Denis (11) und Fabian (4) konsequent nach vorne und versenkte nahezu jede Torgelegenheit in des Gegners Kasten. Dansenberg-Coach Jürgen Hartz reagierte früh auf den Fehlstart seiner Mannschaft und versuchte durch eine Auszeit seine Mannschaft, die wie im Vorspiel in Kaiserslautern enorme Probleme mit dem Aufsteiger hatte, neu einzustellen. Worms agierte jedoch auch nach der Auszeit clever und konzentriert, sodass die Gäste den Rückstand bis zum Ende der ersten Halbzeit nicht einholen konnten.

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„Das lag auch an unserem stark aufgelegten Hagen Gutland im Tor“

, kommentierte Coach Zimmermann den Verlauf der ersten Halbzeit. Und tatsächlich: Die Nummer eins im Wormser Tor brachte die TuS ein uns andere Mal durch seine Paraden zur Verzweiflung. Selbst der sonst so abschlussstarke Gäste-Kreisläufer Pascal Bock scheitere immer wieder am glänzend parierenden Gutland. So ging die HSG mit einem 16:14-Vorsprung in die Halbzeitpause.

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Mit Beginn der zweiten Halbzeit wich Gästetrainer Hartz von seiner defensiven 6:0-Abwehrformation ab und beorderte seinen Mannen weiter nach vorne. Diese Maßnahme war zunächst auch von Erfolg gekrönt. Binnen weniger Minute egalisierten die favorisierten Gäste den Rückstand und glichen in der 39. Spielminute erstmals aus (19:19). Die Wormser stemmten sich jedoch mit aller Kraft gegen die drohende Wende. Angeführt vom nahezu unfehlbaren Denis Markert, der bei zwölf Versuchen elf Mal netzte, erarbeiteten sich die HSGler erneut einen Drei-Tore-Vorsprung.

Dansenberg H k07Doch Dansenberg gab sich nicht geschlagen und egalisierte den Rückstand zehn Minuten vor Schluss abermals. Aber auch die zweite Aufholjagd warf die HSG nicht aus der Bahn. Mit der Sensation vor Augen mobilisierten alle Wormser sämtliche Kräfte und brachten den Heimsieg in der Fremde letztlich über die Zeit. Nach dem 33:31-Erfolg löste der sichtlich stolze Gerd Zimmermann ein Versprechen an seine Mannschaft ein. Er verriet: „Am Montag haben die Jungs frei und dürfen sich das EM-Handballspiel der Nationalmannschaft anschauen.“ In Sachen Kampf und Siegeswille dürften sich die DHB-Handball durchaus eine Scheibe beim Oberligaaufsteiger aus Worms abschneiden. . .

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Aufstellung: Palzer, Kaltenthaler, Gutland, Eusterholz (1), Kulaszewicz, F. Markert (5), D. Markert (11), Schloß (2), Metzdorf (2), Reichelt (5), Klimavicius (3), Ermisch (2), Ströning, Augst (2)

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