Heimspiel gegen Völklingen, Saisonaus für Luca

WORMS – Manchmal kommt es im Leben schlimmer als man denkt. Genau so ist es den Handballern der HSG Worms in dieser Woche nach der verdienen 20:28-Niederlage bei den Sportfreunden Budenheim ergangen. Denn seit Donnerstag steht fest, dass die HSGler nicht nur Punkte in Budenheim verloren haben, sondern auch Rechtsaußen Luca Steinführer. In einer Abwehraktion ohne Einwirkung des Gegenspielers hat sich der 20-jährige den Außenmeniskus gerissen und fällt dadurch die komplette Saison verletzt aus. „Das ist eine ganz bittere Nachricht für die Mannschaft und natürlich ganz besonders für Luca, der in seinen bisherigen Auftritten im Trikot der HSG tolle Leistungen gezeigt hat“, sagt der sportliche Leiter der HSG, Florian Stenner, über den Neuzugang aus Osthofen. Nach Fabian Russ, der sich in der Vorbereitung das Kreuzband gerissen hat, ist Luca Steinführer der zweite Langzeitverletzte im Wormser Lager. „Wir wünschen beiden eine gute Besserung und hoffen, dass sie noch stärker zurückkommen“, so Florian Stenner. 

Trotz dieses schweren Rückschlags muss der Blick bei den HSGlern nach vorne gehen, denn bereits am Sonntag geht es weiter mit der Punktejagd in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Dann gastiert in der heimischen Halle der Kerschensteiner Schule in Horchheim die HSG Völklingen in der Nibelungenstadt (Anwurf: 17 Uhr). Die Voraussetzungen vor dem Duell mit den Saarländern sind nicht nur aufgrund des jüngsten Ausfalls schlecht. Denn die Zahl der Linkshänder sinkt gegen Völklingen noch weiter, steht mit Kai Zimmermann (beruflich verhindert) ein weiterer Mann für die rechte Seite nicht zur Verfügung. Fraglich ist zudem, inwieweit Kubo Balaz nach Wadenproblemen in Budenheim eingesetzt werden kann. Der letzte Mohikaner auf rechts ist damit Alex Eusterholz. „Wir werden und müssen diesen Engpass auf der rechten Seite lösen“, gibt sich HSG-Trainer Gerd Zimmermann kämpferisch und erhält dafür Zustimmung von Alex Eusterholz: „Wir werden auch dieses Spiel versuchen zu gewinnen und brauchen die Unterstützung der Fans mehr denn je.“ 

Eine wichtige Bedeutung misst auch Gerd Zimmermann den Zuschauern zu, weiß jedoch auch, dass es letztlich seine Mannschaft auf der Platte es richten muss. Wer dabei auf welcher Position zum Einsatz kommen wird, das behält der Trainer wie gewohnt für sich. „Wir sind durch die Verletzungen ohnehin schon im Nachteil, aber wir haben uns bisher immer gut gegen Völklingen verkauft. Wir wissen die Mannschaft zu bespielen“, ist Gerd Zimmermann überzeugt. Jedoch erwartet die HSG den einen oder anderen Unbekannten im gegnerischen Trikot, der letztlich doch nicht gänzlich unbekannt ist. Denn Völkligen hat sich vor der Saison kräftig beim Oberligaabsteiger HSV Merzig-Hiblringen bedient und gleich mehrere Spieler zu sich gelockt. „Dieser Gegner hat Qualität. Aber auch wir haben Qualität, auch wenn es dieses Mal definitiv an Quantität fehlen wird“, sagt Gerd Zimmermann abschließend. 

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