Vor dem Duell gegen die Eulen Ludwigshafen

Heimspiel in der Kerscheinsteiner Schule gegen die Eulen Ludwigshafen

Nein, mit einer Derbyniederlage wollten die Handballer der HSG Worms wahrlich nicht in die neue Oberligasaison starten. Doch an der vermeidbaren und zugleich durchaus verdienten Niederlage bei der SG Saulheim lässt sich nichts mehr ändern. Jedoch geht der Blick im Wormser Lager nach vorne. „Das Spiel ist abgehakt, wir schauen nur nach vorne“, betont HSG-Trainer Gerd Zimmermann. Die ersten Punkte der Saison wollen die HSGler nun also gegen den Bundesligaunterbau von den Eulen Ludwigshafen einfahren. Einfach wird dies allerdings wahrlich nicht, obwohl mit den Jungeulen der TSG Ludwigshafen-Friesenheim einer der Top-Abstiegskandidaten in Worms antritt. „Beide Mannschaften haben zum Auftakt verloren. Das passiert. Wir sind aber gegen Friesenheim der Favorit und wollen den Heimvorteil von der ersten bis zur letzten Minute ausspielen“, sagt Gerd Zimmermann.

A propos Heimvorteil: Dieser fällt in diesem Fall vergleichsweise klein aus. Denn die Zimmerman-Sieben spielt erstmalig in der neuen Heimspielstätte Kerscheinsteiner Schule im Stadtteil Worms-Horchheim (Anpfiff: 17 Uhr). Eine lange Eingewöhnungsphase hat sich die Mannschaft gegen die Eulen Ludwigshafen selbst verboten. „Wir müssen vom Anpfiff weg unser Spiel durchziehen“, fordert Gerd Zimmermann und meint damit konkret das Tempospiel nach Ballgewinn. Um Fahrt aufzunehmen, braucht es aber im Vergleich zur Niederlage in Saulheim eine verbesserte Abwehr. Denn Ballgewinne, zugleich die Grundlage für das Wormser Tempospiel, waren im Derby Mangelware. Auch die Abläufe im gebundenen Spiel funktionierten nicht so gut, wie über weite Strecken der Saisonvorbereitung. Deshalb lag ein Trainingsschwerpunkt in dieser Woche auf dem Verstetigen der Abläufe. Zu Gute kommt der HSG in diesem Zusammenhang die Rückkehr von Spielmacher Jörn Christmann. „Wir haben ihn in Saulheim vermisst, denn er verleiht uns mit seiner Spielweise sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eine gewisse Unberechenbarkeit“, sagt der sportliche Leiter Florian Stenner mit Blick auf den stets eifrig ackernden Jörn Christmann. Auch im Lazarett gibt es eine positive Nachricht. Eigengewächs Julius Wurm hat die gesamte Woche über hinweg trainiert und dürfte bei der Heimspielpremiere in Horchheim in den Kader wieder zurückkehren. Für den zweiten Wormser Nachwuchshandballer Max Rödinger kommt ein Comeback noch zu früh. Er fällt genauso aus, wie der langzeitverletzte Fabian Ruß und der gesperrte Luca Steinführer. Ansonsten sind alle Spiele im Kader von Gerd Zimmermann fit und einsatzfähig. „Wir werden auch jeden brauchen, um gegen Friesenheim zu bestehen. Das gilt natürlich auch für die Fans auf der Tribüne“, gibt der Coach vor dem Spiel gegen die Eulen Ludwigshafen zu Protokoll.

Obwohl die Eulen Ludwigshafen von vielen Experten vor der Saison zum Abstiegskandidaten erklärt wurde, hat die rundumerneuerte Mannschaft (12 Abgänge/8 Zugänge) gegen die Sportfreunde Budenheim keinen schlechten Eindruck hinterlassen. „Friesenheim ist wie wir auf Ballgewinne und Tempo nach Ballgewinn aus. Wir dürfen sie nicht ins Rollen kommen lassen“, sagt Gerd Zimmermann abschließend. Nach dem Spiel trifft haben Fans neben der Pressekonferenz im Foyer übrigens auch beim abschließenden Abendessen die Gelegenheit, mit den Spielern ins Gespräch zu kommen. Die Mannschaft trifft sich nach dem Spiel zum Ausklang des Tages im neuen Stammlokal, dem Brauhaus 12 Apostel in der Alzeyer Straße.

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