HSG nach furiosem Sieg gegen Völkingen zurück in der Spur

Mit einem regelrechten Feuerwerk haben die Handballer der HSG Worms in Halbzeit zwei des Oberligaheimspiels gegen die HSG Völkingen den jüngsten Negativtrend furios gestoppt. Nach einer turbulenten ersten Halbzeit, geprägt von unzähligen mehr als strittigen Schiedsrichterentscheidungen und aus der letzten Wochen bereits bestens bekannte Abschlussschwäche, schaffte die gastgebende HSG im Duell der Oberligaaufsteiger dank drückender Überlegenheit die Wende und gewann deutlich mit 33:25 (12:14). „Ich möchte meiner Mannschaft einen großes Kompliment dafür aussprechen, wie sich nach dieser für alle sehr bewegenden ersten Halbzeit zurück zu alter Leistungsstärke gefunden hat“, sagt HSG-Coach Gerd Zimmermann rückblickend.

Denn im ersten Durchgang sah lange Zeit danach aussah, als würde sich seine Mannschaft erneut wegen der eigenen Chancenverwertung selbst im Wege stehen. Ein ums andere Mal scheiterten die Wormser Angreifer freistehend am Völkinger Torwart Thore Quarz. Die Gäste, die zuletzt gegen Tabellenführer Dansenberg gewannen, machten ihre Sache zunächst deutlich besser und erspielten sich einen Drei-Tore-Vorsprung. Im Vergleich zum letzten Heimspiel ließ die Zimmermann-Sieben den Gegner jedoch nicht weiter davonziehen und kämpfte leidenschaftlich um den Anschluss. Zum Ärger des Publikums und zum Unverständnis der Akteure auf beiden Seiten entwickelte sich im ersten Durchgang aber kein wirklich flüssiges oder gar ansehnliches Spiel. Immer wieder sorgten nämlich fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen auf beiden Seiten für Spielunterbrechungen. So ging es mit einem knappen 12:14-Rückstand in die Halbzeitpause.

„Das war kein normales Spiel, das haben wir Anfang an gemerkt. Deshalb war das Ding auch noch lange noch nicht durch, was ich meiner Mannschaft auch genau so gesagt habe“, gewährt Zimmermann Einblicke in seine Halbzeitansprache. Und diese Ansprache zeigte Wirkung, ebenso wie die Hereinnahme von Felix Kaltenthaler ins Wormser Tor. Kaum hatte das Schiedsrichterduo die Partie wieder freigegeben, begann der Wormser Sturmlauf. Trotz doppelter Unterzahl hielt die HSG dagegen und egalisierte den Rückstand binnen weniger Minuten. Insbesondere die Markert-Brüder und Markus Metzdorf wirbelte im Rückraum mächtig und rissen Lücken im Völkinger Deckungsverbund. Weil die Abschlüsse plötzlich auch wieder saßen, drehten die Gastgeber Mitte der zweiten Halbzeit die Partie zu ihren Gunsten. In dieser Phase war es insbesondere Spielmacher Denis Markert (15), der aus allen Lagen traf. Im Wormser Tor wuchs gleichzeitig Felix Kaltenthaler über sich hinaus und zog den Gästen mit seinen Paraden den Zahn.

Kaum lagen die HSGler in Front, funktionierte wieder alles. „So habe ich meine Mannschaft in der Anfangsphase der Saison schon einmal gesehen und so sehe ich sie auch am liebsten“, lobt Zimmermann. Denn neben einer konsequenten Deckung bestach seine Mannschaft durch Variabilität und Kaltschnäuzigkeit im Angriff. Orintas Klimavicius netzte nur Sekunden nach seiner Einwechslung, Christian Augst traf aus 15 Metern in den Winkel und bereitete gleich zwei Mal einen Kempa-Treffer vor. Während Gerd Zimmermann immer wieder die Siegerfaust ballte, brachen auf der Tribüne in Anbetracht des spektakulären HSG-Spiels alle Dämme. Mit Standing-Ovations begleiteten die Zuschauer ihr Team bis zum Anpfiff. „Die Fans waren heute von Anfang an da und haben geholfen, dass meine Mannschaft gegen einen starken Gegner eine super Leistung abrufen konnte“, so Zimmermann, der für die kommenden Aufgaben darauf hofft, „dass der Kopf wieder so frei wie am Anfang der Saison ist“. „Wir können in der Oberliga mit jedem Gegner mithalten, das haben wir gegen Völkingen eindrucksvoll gezeigt.“ Ein Ausdrückliches Lob geht zudem an das Schiedsrichtergespann, dass die turbulente Partie im zweiten Durchgang in gewohnt souveräner Manier leitete.

Aufstellung: Palzer, Kaltenthaler (beide Tor), Ströning (2), Kulaszewicz (5), Eusterholz, F. Markert (6), Schloß, D. Markert (13), Metzdorf (4), Reichelt (1), Augst (1), Klimavicius (1), Feil

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