Keine Punkte in Mundenheim

In der kommenden Saison hätten sich alle Wormser gefreut, wenn Trainer Marco Tremmel einen Sieg mit seiner Mannschaft bejubelt. Doch am Samstagabend freute sich zumindest im Wormser Lager keiner mit dem Trainer, der ab der kommenden Runde das Oberligateam der HSG betreuen wird. Denn für die Wormser setzte es im Viertligaderby mit Marco Tremmel’s „Noch-Club“ VTV Mundendem eine verdiente 28:34 (14:18)-Niederlage. „Glückwunsch an an den Gegner, er hat das Spiel bestimmt und verdient die Punkte geholt“, kommentierte HSG-Trainer Gerd Zimmermann das Spiel, das aus Wormser Sicht nicht so richtig rund verlief.

Besonders verunsichert und formschwach präsentierten sich die Gäste, die wieder einmal mit lediglich sieben Feldspielern antreten konnten, in der Anfangsphase des Nachbarschaftsduells. Die Abwehr war in der Anfangsviertelstunde im kompletten Tiefschlaf und lud den Gegner zum munteren Torewerfen ein. Beinahe unbedrängt konnten die agilen Rückraumspieler der Tremmel-Sieben schalten und walten. Folgerichtig lagen die HSGler nach 14. Spielminuten mit 4:11 in Rückstand. HSG-Trainer Gerd Zimmermann nahm daraufhin bereits früh im Spiel seine zweite Auszeit, um das Spiel neu zu ordnen. Und tatsächlich wurde das Wormser Spiel nach dem Weckruf des Trainers besser. Die Abwehr präsentierte sich ein wenig gefestigter und provozierte so gegnerische Fehler in Form von unkonzentrierten Abschlüssen und unsauberen Angriffsaktionen. Auch bei eigenem Ballbesitz nahm das Spiel der HSG Mitte der ersten Halbzeit an Fahrt auf und die Gäste verkürzten den Rückstand bis zur 26. Spielminute auf 12:16. Kleiner als vier Tore wurde der Rückstand bis zum Pausenpfiff allerdings nicht mehr. „Es ist schade, dass wir nach dem Tiefschlaf uns gut zurückkämpfen und uns dann die Pause dazwischengekommen ist“, sagte Gerd Zimmermann und appellierte in der Kabine an seine Mannschaft, nach Wiederanpfiff genau da weiterzumachen, wo sie Ende der ersten Halbzeit aufgehört hatte.

Das Team folgte dem Appell des Trainers und ließ den Rückstand nach dem Seitenwechsel nicht mehr größer werden. So plätscherte die Partie bis zehn Minuten vor Schluss dahin. Mundenheim verwaltete den Vorsprung und Worms war trotz großem Kampf nicht in der Lage, das Spiel noch einmal spannend zu gestalten. Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 50. Spielminute, als HSG-Spielmacher Michal Kurka nach einem Foul mit der roten Karte des Feldes verwiesen wurde. „Diese rote Karte war ein Witz“, sagt HSG-Vorstand Florian Stenner über die Entscheidung des Schiedsrichters. Selbst auf Mundenheimer Seite habe man die rote Karte nicht verstanden. „Wenn der Gegner kurz vor Schluss deutlich führt, die Mannschaft ohnehin mit nur einem Wechselspieler antritt und das Foul alles andere als hart war, dann kann man so eine Entscheidung einfach nicht treffen. Aber die Entscheidung war sinnbildlich für das, was die beiden Herren da mal wieder abgeliefert haben – sie waren die Schwächsten auf dem Feld.“ Die verbleibenden zehn Minuten waren dann einem Nichtangriffspakt gleichzusetzen. Worms konnte nicht mehr, Mundenheim wollte nicht mehr. So trennten sich beide Teams am Ende mit 28:34.

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