Mundenheim bleibt der Angstgegner der HSG Worms

WORMS – Gegen den VTV Mundenheim gibt es für die Handballer der HSG Worms in ihrer ersten Oberligasaison einfach nichts zu holen. Auf die Niederlage bei den „Hornissen“ aus dem Ludwigshafener Stadtteil folgte am Sonntag in heimischer Halle die zweite Niederlage im Nachbarschaftsduell. Trotz einer kämpferischen Leistung musste sich die HSG am Ende mit 24:27 (9:13) geschlagen geben.

„Wir haben zwar sehr ordentlich gegen diesen starken Gegner verteidigt, Offensiv heute aber leider im Vergleich zum Auswärtssieg in Eckbachtal nicht zu überzeugen gewusst“

, bilanzierte HSG-Trainer Gerd Zimmermann nach dem Spiel.

Mundenheim H k09 Mundenheim H k06

 

Sinnbildlich für die Offensivleistung an diesem Tag erinnerte sich der Coach in seiner Spielanalyse an die Anfangsphase der Partie zurück. Seine Schützlinge legten konzentriert los und gingen mit 3:1 in Führung (5.). Mundenheim wackelte und dezimierte sich aufgrund von zwei harten Fouls für je zwei Minuten um einen Feldspieler. Doch die Gastgeber wussten ihre Überzahlsituationen nicht zu nutzen und erzielten kein einziges Tor in Überzahl in dieser Phase. Ein verschossener Strafwurf, ungenutzte Torchancen und Unkonzentriertheiten im Aufbau verschafften den Gästen Auftrieb. Diese wussten zwar ebenfalls Offensiv nicht zu glänzen, jedoch agierten die Hornissen nach den überstandenen Überzahlsituationen zielstrebiger auf dem Weg nach vorne. Mit der gewohnt sicheren Abwehr im Rücken drehten die Gäste das Spiel und zogen nach dem zwischenzeitlichen 9:9 auf 13:9 davon. Dieses Ergebnis war zugleich der Pausenstand in einem erwartungsgemäß intensiven Handballspiel.

Mundenheim H k10 Mundenheim H k18 Mundenheim H k21

 

Nach dem Seitenwechsel war die Zimmermann-Sieben, die zu Beginn der zweiten Halbzeit auf den Halbpositionen auf das Youngster-Duo um Christian Drees (1) und Orintas Klimavicius gesetzt hat, fest entschlossen die Wende einzuleiten. Doch der Tabellenvierte aus Mundenheim agierte ganz im Stile einer Spitzenmannschaft und nahm den Wormsern durch cleveres Verteidigen und konsequente Torabschlüsse schnell den Wind aus den Segeln. Als der Rückstand zwischenzeitlich sieben Tore betrug, sah alles einer eindeutigen Sache zu Gunsten der Gäste aus. HSG-Coach Zimmermann reagierte jedoch in der Schlussviertelstunde noch einmal und beorderte seine Mannschaft aus der 6:0-Deckung in eine offensive Abwehrformation. Mit diesem Schachzug hatte der Mundenheimer Angriff große Probleme. Ballverluste und Fehlwürfe sorgten dafür, dass die aufopferungsvoll kämpfende HSG den Rückstand wenige Minuten vor dem Schlusspfiff auf drei Tore verkürzen konnte. Angeführt von Fabian Markert (8), der immer wieder mit Energieleistungen den massiven Deckungsverbund der Gäste durchbrach, keimte noch einmal Hoffnung in der Halle auf. Doch Mundenheim ließ sich von der aufkommenden Hektik nicht mehr anstecken und rettete den knappen Vorsprung unaufgeregt über die Zeit. „Aufgrund der schlechten Chancenverwertung und dem schwachen Überzahlspiel geht der Sieg für die Gäste in Ordnung“, konstatierte Zimmermann, der mit Blick auf die kommenden Wochen in der Oberliga sagte: „Bei Merzig-Hilbringen müssen wir deutlich besser spielen. Und das nächste Heimspiel gegen den Mitaufsteiger Kastellaun/Simmern müssen und werden wir mit der Unterstützung unserer Fans gewinnen.“

 

Aufstellung: Palzer, Gutland, Eusterholz (3), Kulaszewicz (4), F. Markert (8), Schloß (1), D. Markert (4), Ermisch, Drees (1), Reichelt (3), Klimavicius

 

 

 

 

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