„Nicht nachlassen“ lautet der Arbeitsauftrag – Heimspiel gegen die HSG Rhein-Nahe

WORMS – Bloß nicht nachlassen lautet der Auftrag, den sich die Handballer der HSG Worms nach dem beeindrucken Auswärtssieg bei der HSG Völklingen für die kommenden Wochen in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar selbst auferlegt haben. Die nächste Gelegenheit die aktuelle Formstärke zu demonstrieren, bietet sich am Samstagabend in der heimischem Nikolaus-Dörr-Halle (Anwurf: Samstag, 19:30). Am siebten Spieltag empfängt der Tabellenführer aus Worms, der mit fünf Siegen aus sechs Spielen in die Saison gestartet ist, die HSG Rhein-Nahe zum Nachbarschaftsduell. HSG-Trainer Gerd Zimmermann erwartet einen heißen Tanz gegen den rheinhessischen Konkurrenten aus Bingen: „Rhein-Nahe gehört seit Jahren zum gehobenen Mittelfeld in der Oberliga und präsentiert sich immer wieder als absolute Wundertüte.“

Dass der Wormser Mannschaftsverantwortliche den nächsten Gegner mit dem Begriff „Wundertüte“ ziemlich gut umschreibt, wird beim Blick auf die bisherigen Resultate der jungen Binger Mannschaft deutlich. Aktuell rangiert die HSG Rhein-Nahe mit 6:6 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz und hat zuletzt deutlich gegen Nieder-Olm und die Überraschungsmannschaft TV Mühlheim gewinnen können. Gegen die Spitzenteams aus Vallendar und Dansenberg setzte es dagegen Niederlagen. „Gegen diese Teams kann man aber verlieren und wie heißt es so schön im Sport: The trend is your friend“, sagt Gerd Zimmermann, nach dessen Meinung sich die HSG Rhein-Nahe derzeit in einem absoluten Formhoch befindet. Die Stärke des Gegners sei laut Gerd Zimmermann zum einen auf die Eingespieltheit der Mannschaft zurückzuführen und zum anderen auf die taktische Variabilität in Angriff und Abwehr. Was für Bingen gilt, gelte allerdings auch für die eigene Mannschaft, wie Gerd Zimmermann betont. „Auch für uns gilt derzeit: The trend is your friend.“ Was die Taktik betrifft, will Gerd Zimmermann gegen Bingen auf dem Auswärtssieg in Völklingen aufbauen. Aus einer kompakten 6:0-Deckung sollen seine Schützlinge mit Tempo nach vorne spielen. Optimierungsbedarf besteht in diesem Zusammenhang aber noch. Denn: „In Völklingen haben nach ganz starker erster Halbzeit im zweiten Durchgang zu oft zu sehr auf Tempo gespielt und Bälle unnötig verschenkt. Gegen Bingen müssen wir bei Bedarf auch auf die Bremse treten und über das gebundene Spiel und unsere Abläufe zum Torerfolg kommen.“ Förderlich sei hierfür die Rückkehr von Fabian Markert in den linken Rückraum. Weil mit Florian Reichelt und Stephan Klöckner gleich zwei Kreisspieler in die Mannschaft zurückkehren, kann Fabian Markert wieder auf seiner angestammten Position im Rückraum auflaufen. „Hier haben wir den Luxus mit Lucas Gerdon, der in Völklingen eine ganz starke Leistung gezeigt hat, und Fabian Markert zwei unterschiedliche Spielertypen einsetzen zu können. Davon werde ich natürlich Gebrauch machen, ebenso wie auf den übrigen Positionen, die allesamt doppelt stark besetzt sind.“ Ein Sonderlob des Trainers geht an den Halbrechten Kubo Balaz, der nach seiner Kreuzbandverletzung immer besser in Tritt findet. „Er wird von Spiel zu Spiel besser und bildet mit meinem Sohn Kai ein super Duo auf Halbrechts.“

Neben dem kompletten Kader nimmt Gerd Zimmermann auch die Fans wieder in die Pflicht. Zum Rheinhessenduell erwartet die HSG Worms erneut eine volle Nikolaus-Dörr-Halle. „Sie haben uns gegen Illtal zuletzt zum Sieg getragen und ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Fans auch gegen Bingen wieder Vollgas geben werden.“ Vor dem Anpfiff des Rheinhessenduells wird es jedoch für eine Minute ruhig sein. Die HSG Worms hat sich dazu entschlossen, eine Gedenkminute für den verstorbenen Trainer Christian Bauer vom TSV Schott Mainz abzuhalten. „Damit wollen wir die Familie des viel zu früh von uns gegangenen Christian Bauer unterstützen. Deshalb werden wir während der Partie auch eine Spendendose herumgehen lassen. Unser Verein ist tief betroffen über das viel zu frühe Verscheiden von Christian Bauer“, sagt Pressesprecher Florian Stenner.

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