Niederlageserie hält an

Erneut hat eine schwache Chancenverwertung die Handballer der HSG Worms kostbare Punkte in der Oberliga RPS gekostet. Beim TV Mühlheim unterlag der Aufsteiger aus der Nibelungenstadt nach zwei Halbzeiten, wie sie unterschiedlicher kaum hätten sein können, mit 30:23 (16:14). Das Warten auf das Ende des Negativlaufs geht also weiter. „Das war eine absolut unnötige Niederlage. Wir agierten spielerisch und taktisch auf einem vergleichbaren Niveau wie die heimstarken Mühlheimer, die letztlich unsere Unkonzentriertheiten clever ausgenutzt haben“, resümiert der sportliche Leiter der HSG, Hans-Karl Böhnert.

Dabei legten die Wormser konzentriert los und vermieden einen Fehlstart wie zuletzt beim Heimspiel gegen die HSG Rhein-Nahe. In der Anfangsphase legte die HSG stets einen Treffer zur Führung vor. Die Gastgeber zogen aber ebenso kontinuierlich nach. Obwohl sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickelte, nahm Böhnert frühzeitig eine Veränderung in der Defensive vor. Weil die offensive 3:2:1-Deckung nicht so effektiv verteidigte wie erhofft, stellte Böhnert auf die gewohnte 6:0-Formation um. Diese Maßnahme erwies sich rückblickend als vermeintlich richtungsweisender Schritt. Kaum agierte die Böhnert-Sieben nämlich in der gewohnten Abwehrformation, kam die Mühlheimer Offensive außer Tritt. Worms nutzte diese Schwächephase aus und erspielte sich, angeführt vom wie immer torgefährlichen Fabian Markert (8), eine Vier-Tore-Führung. In die Halbzeitpause konnten die HSGler ihren Vorsprung jedoch nicht konservieren. Kleinere Fehler und zwei verworfene Strafwürfe ließen Mühlheim wieder herankommen, ehe die Gastgeber Ende der ersten Halbzeit erstmals in Führung gingen.

Weil die kurze Verschnaufpause in der Halbzeit die Konzentration der HSG-Spieler nicht entscheidend steigerte, mussten die Gäste Mühlheim nach Wiederanpfiff davonziehen lassen. „Wir haben zu viele hundertprozentige Torchancen liegen lassen“, sagt Böhnert mit Blick auf den Beginn der zweiten Halbzeit, wo Mühlheim schnell auf 24:18 davonzog. In den Folgeminuten versuchte die HSG zwar noch einmal alles um die drohende Niederlage abzuwenden, jedoch verteidigten die Mühlheimer ihre Führung konsequent. „Wir haben uns heute leider um den verdienten Lohn gebracht, aber von einer Krise kann nicht die Rede sein. Das war eine Spitzenmannschaft der Oberliga und wir sind ein Aufsteiger. Deshalb werden wir in den nächsten Woche mit gleichem Elan gegen Völkingen spielen“.

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