Prüfstein im Rheinland – Luca greift an!

WORMS – Das Warten hat ein Ende. Am Sonntagabend feiert Neuzugang Luca Steinführer seine lang ersehnte Premiere im Trikot der HSG Worms. Nach einer langen Sperre, die er sich bei seinem alten Verein TG Osthofen eingehandelt hatte, ist der 20-jährige beim Auswärtsspiel gegen den TV Mülheim erstmalig einsatzberechtigt. „Wir freuen uns auf der rechten Seite eine starke Option mehr zu haben“, findet der sportliche Leiter der HSG, Florian Stenner. „Luca ist extrem motiviert und wird hoffentlich bereits im ersten Spiel zeigen können, dass er der Mannschaft mit seinen Qualitäten weiterhelfen kann.“ 

Auch Gerd Zimmermann ist in freudiger Erwartung den Linkshänder erstmalig einsetzen zu können. Denn die jüngste Niederlage im Spitzenspiel mit Zweibrücken hat gezeigt, dass ein breiter und ausgeglichener Kader über Erfolg und Misserfolg entscheiden kann. Neben Luca Steinführer kehren auch die zuletzt angeschlagenen Kubo Balaz und Denis Markert zurück in den Kader. Folglich tritt die Zimmermann-Truppe die Reise ins Rheinland mit nahezu dem kompletten Kader an. Lediglich Fabian Russ fehlt nach seinem Kreuzbandriss weiterhin. Wer gegen Mülheim auflaufen und in welcher Formation die Mannschaft aus der Nibelungenstadt antreten wird, das lässt der Trainer offen. „Wir haben jedenfalls einige Optionen“, freut sich Gerd Zimmermann und bezieht sich dabei ausdrücklich auch auf die taktischen Möglichkeiten. Trotz der jüngsten Niederlage gegen den Tabellenführer habe der Trainer zum Beispiel gesehen, dass seine Mannschaft neben der gewohnten 6:0-Abwehr auch die offensive 3:2:1-Deckungsvariante beherrscht. „Das ist eine wichtige Erkenntnis, denn die Spiele gewinnen wir in der Abwehr“, unterstreicht Zimmermann und merkt an, dass dies insbesondere für einen etablierten und offensivstarken Oberligisten wie Mülheim gelte. 

Doch was macht den kommenden Wormser Gegner eigentlich so pffensivstark? Diese Frage lässt sich mit einem Namen beantworten: Max Zerwas. Seit Jahren gehört der großbewachsene und sprunggewaltige Rückraumspieler zu den erfolgreichsten Werfern in Deutschlands vierter Liga. Neben präzisen Abschlüssen aus der Distanz setzt sich der Mülheimer Angreifer in Eins-Gegen-Eins-Situationen durch, kann das Spiel schnell machen und seine Nebenleute gekonnt in Szene setzen. „Die Bedeutung von Max Zerwas für seine Mannschaft ist durchaus vergleichbar mit der Bedeutung von Florian Enders für den TV Bitburg“, findet Gerd Zimmermann mit Blick auf den letzten Auswärtssieg, der seiner Mannschaft eben beim TV Bitburg und dessen Spielertrainer Florian Enders gelang. Im Vergleich zum Erfolg in Bitburg müsse seine Mannschaft aber noch stärker agieren, um auch in Mülheim zu punkten. In den Augen des Trainers verfügt der TV Mülheim nämlich über den individuell besser bestückten Kader als Bitburg. „Aber unsere Mannschaft braucht sich wahrlich nicht verstecken. Wir müssen unsere Qualitäten ausspielen und alles dafür tun, Mülheim und Max Zerwas nicht ins Rollen kommen zu lassen.“ 

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