Punkteteilung gegen Saulheim – Gibt es ein Wiederholungsspiel?

WORMS – Laut dem Spielberichtsbogen haben sich die Handballer der HSG Worms und die SG Saulheim beim Rheinhessenduell in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar 29:29-Unentschieden getrennt. Ob dieses Ergebnis tatsächlich Bestand hat, daran darf spätestens seit Montagabend gezweifelt werden. Nach vereinsinternen Beratungen und auf ausdrücklichen Wunsch der Mannschaft hat sich die HSG Worms nämlich dazu entschieden, offiziell Protest gegen die Spielwertung einzulegen. Hintergrund dieses ungewöhnlichen Schrittes ist eine Spielszene, die die sich wenige Sekunden vor dem Abpfiff durch die Schiedsrichter ereignete:

Nach einem packenden Rheinhessenduell, geprägt von kämpferischem Einsatz, sehenswerten Tore und einer formstarken wenn auch ersatzgeschwächten Saulheimer Mannschaft, stand es bis kurz vor Schluss 29:29-Unentschieden. Als die HSG dann ein letztes Mal im Angriff war und ihr einige Sekunden vor dem Ende der Spielzeit ein Freiwurf zugesprochen wurde, hinderte der Gästetorwart durch ein beabsichtigtes Wegwerden des Spielgeräts die HSG an einen weiteren, vorbereiten Abschluss. Durch die Aktion, die die Schiedsrichter mit einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe quittierten, blieben den Wormsern nämlich nur noch drei Sekunden für den Angriff. Mit so wenig Zeit auf der Uhr schafften die Gastgeber die 30:29-Führung nicht mehr. Das Siegtor wäre möglicherweise gelungen, wenn die Schiedsrichter die Szene der gegnerischen Torwarts anders beurteilt hätten. „Nach unserer Auffassung, die uns bereits aus diversen Kreisen bestätigt wurde, hätten die Schiedsrichter dem Torwart eine rote Karte geben und unserer HSG einen Siebenmeter-Strafwurf zusprechen müssen“, erklärt Pressesprecher Florian Stenner, der weiterhin berichtet: „Wir alle sind uns einig, dass wir uns diesen Punkt gegen eine ganz starke und bestens eingestellte Saulheimer Mannschaft gerade so erkämpfen konnten. Saulheim hätte den Sieg durchaus verdient gehabt, denn sie waren über 60 Minuten gesehen die bessere Mannschaft. Aber wir sind mit der Unterstützung unserer Fans und dem berühmt-berüchtigten Momentum zurückgekommen und uns wurde in der Schlussminute, beziehungsweise in den Schlusssekunden, die Chance zum so nicht zu erwartenden Siegtor durch eine Unsportlichkeit genommen. Wir sind guten Mutes, dass unser Protest seine Berechtigung hat.“

Sollten die zuständigen Gremien den Protest der Wormser anerkennen, läuft wohl alles auf ein Wiederholungsspiel hinaus. Wann eine Entscheidung fällt, bleibt noch abzuwarten.

Aufstellung: Gieger, Elgert, Balaz (1), Russ, Eusterholz (1), Kulaszewicz (1), F. Markert (4), Schloß (4), Gerdon (8), Christmann (2), D. Markert (4), Reichelt (1), Zimmermann (3)

2 Antworten

  1. fs

    Hallo Herr L. Ächerlich,

    schön, dass sie hier ihre Meinung anonym Kund tun. Ich werde ihren Kommentar der Mannschaft ausdrucken – fürs Rückspiel und das etwaige Wiederholungsspiel.

    Gerne können sie mir erläutern, inwiefern das zu uns passt? Dass der Verein dem Wunsch der Spieler nachkommt, ein in unseren Augen nicht korrekten Spielausgang versuchen wieder wett zu machen? Ich sehe daran nichts verwerfliches. Sollte der Einspruch durchgehen wäre das natürlich schade für Saulheim, die (wie im Artikel betont) eindeutig die bessere Mannschaft waren. Trotzdem hätten wir das Spiel in den letzten Sekunden für uns entscheiden können – so veerrückt ist manchmal der Handball. Leider hat der Torwart der SG das mit dieser Aktion zunichte gemacht.

    Sportliche Grüße,

    Florian Stenner

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: