Sieben Feldspieler reichen nicht für eine Überraschung in Zweibrücken

ZWEIBRÜCKEN – Erwartungsgemäß mussten die Handballer der HSG Worms die Rückreise vom Oberligapunktspiel beim SV Zweibrücken ohne Punkte im Gepäck antreten. Gegen den Drittligaabsteiger aus der Rosenstadt verloren die HSGler ohne die langzeitverletzten Luca Steinführer, Michal Kurka und Fabian Russ sowie die ebenfalls bis auf weiteres verletzten Jochen Schloß und Fabian Markert mit 28:35 (11:16). „Die Mannschaft hat alles gegeben und sich gegen einen starken Gegner gut verkauft“, bilanzierte HSG-Trainer Gerd Zimmermann nach Spielende. 

Neben der Freude ob der kämpferischen Leistung war die wohl wichtigste Erkenntnis des Abends, dass kein weiterer Spieler auf der ohnehin schon schier endlos langen Verletztenliste der HSG dazugekommen ist. Zwar konnte Fabian Markert in Zweibrücken nicht auflaufen, doch das hatte sich bereits nach dem Spiel gegen Mundendem abgezeichnet. Der Abwehrchef und Schlüsselspieler im linken Rückraum hatte sich den linken Oberschenkel lädiert und trainierte eingeschränkt. Dass Fabian Markert gegen Zweibrücken nicht auflief, war von Trainer Gerd Zimmermann eine Aktion mit Weitblick. „Gegen diese Mannschaft wäre es mit Fabian ebenfalls schwer geworden, weshalb wir uns dafür entschieden haben, Fabians Oberschenkel eine Pause zu geben.“ Das Fehlen des angeschlagenen Leistungsträgers kompensierte in der Abwehr Kubo Balaz. Der ehemalige Spieler vom SV Zweibrücken ordnete die Abwehr und versuchte die großen Talente im Kader der Rosenstädter, darunter zum Beispiel mit Kian Schwarzer kein geringerer als der Sohn der deutschen Handballlegende Christian Schwarzer, im Zaum zu halten. Das gelang Kubo Balaz und seinen Nebenleuten vor allem in der Anfangsphase sehr ordentlich. Bis zum 4:4-Ausgleich in der zehnten Spielminute führte die HSG. Auch in den darauffolgenden zehn Minuten bat die HSG, die mit lediglich einem Feldspieler auf der Auswechselbank antrat, gegen den SV Paroli und gestaltete die Partie ausgeglichen. „Wenn man bedenken, dass Zweibrücken Budenheim letzte Woche zerlegt hat, können wir stolz auf diese erste Halbzeit sein“, betonte Gerd Zimmermann, dessen Mannschaft erst gegen Ende des ersten Durchgangs ein wenig abreißen lassen musste. Letztlich ging die HSG mit einem Pausenrückstand von 11:16 in die Kabine. 

Einen Fünf-Tore-Rückstand ohne große Wechselalternativen wettzumachen, das war eine Herkulesaufgabe, die der HSG bei einem solch starken Gegner nicht gelang. Zwar hielt die HSG auch im zweiten Durchgang nach Kräften dagegen, gefährlich wurde die Zimmermann-Sieben dem SV Zweibrücken allerdings nicht mehr. „Wir haben uns hier nicht abschießen lassen, was auf eine gute Mannschaftsleistung zurückzuführen ist“, findet Gerd Zimmermann rückblickend, verbunden mit einem Sonderlob an Alex Eusterholz. Bei seinem Exclub lief der Rechtsaußen zur Höchstform auf und erzielte insgesamt neun Tore. 

Aufstellung: Gieger, Elgert (Tor); Balaz (4), Eusterholz (9), Christmann (1), Brestrich (3), Metzdorf (2), D. Markert (3), Zimmermann (6) 

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