The trend is not your friend: Worms empfängt die Vallendarer Löwen

WORMS – Minus und Minus ergibt bekanntlich Plus. Das lernt jeder Schüler im Matheunterricht. Übertragen auf den Handballsport könnte das doppelte Minus in diesen Tagen und Wochen für die Formkurve der HSG Worms und des HV Vallendar stehen, die am Sonntagabend im Duell der formschwächsten Mannschaften aufeinandertreffen. Das Plus stünde in dieser Metapher folglich für etwas Zählbares, genauer gesagt wichtige Punkte in der Ergebniskrise. Fakt ist: Am Ende des mit Spannung erwarteten Duells wird mindestens eine Mannschaft punkten, Worms nach drei Niederlagen in Serie und Vallendar sogar nach vier Negativerlebnissen in Folge. Für HSG Trainer Gerd Zimmermann bedeutet diese Ausgangslage vor allem eines: „Beide Mannschaften stehen unter einem gewissen Erfolgsdruck. Wir sind genauso wie Vallendar darauf aus endlich wieder zu punkten.“

Ob die Ausgangslage am Sonntag, wenn um 17 Uhr der Ball durch die Halle der Kerscheinsteiner Schule fliegt, förderlich für die Attraktivität des Spiels ist, darüber lässt sich nur spekulieren. Es ist möglich, dass beide Mannschaften durch den Druck mit einer ordentlichen Portion Nervosität zu Werke gehen. Es ist aber genauso gut möglich, dass die beiden eigentlich so attraktiv und erfolgreich spielenden Teams sich ein für die Fans hochunterhaltsames Duell liefern. „Ein guter Start ins Spiel wird daher ganz essenziell für den Spielverlauf“, ist Gerd Zimmermann überzeugt. Auch wenn die Personaldecke durch die Verletzungen von Jochen Schloß, Fabian Russ, Luca Steinführer und Micky Kurka aktuell sehr dünn ist, glaubt Gerd Zimmermann an seine Mannschaft. „Wir sind trotzdem in der Lage mit der Unterstützung unserer Fans richtig guten Handball zu spielen“, unterstreicht der Wormser Trainer. In der Vorbereitung auf das Duell mit den Vallendarer Löwen konnte dennoch nur eingeschränkt trainiert werden. Kleingruppentraining stand wieder einmal auf dem Programm, da mit den beiden Rückraumspielern Fabian Markert und Jörn Christmann gleich zwei weitere Akteure gesundheitsbedingt nur eingeschränkt konnten. Auch auf Seiten des HVV gibt es derzeit den einen oder anderen Verletzten, jedoch hat der neue Trainer der Gäste, Christoph Barthel, deutlich mehr Spielermaterial zur Verfügung. Doch dieses enttäuschte in den vergangenen Wochen ein ums andere Mal. Das Problem beim nächsten Wormser Gegner liegt derzeit in der Offensive: Kein eines Mal erzielte Vallendar zuletzt mehr als 26 Tore. „Das kann in der Oberliga zwar zu einem Erfolg reichen, muss es aber nicht“, weiß Gerd Zimmermann, der seine Mannen entsprechend darauf eingeschworen hat, in der Defensive kompakt zu agieren. „Gegen eine kompakte Abwehr fehlt es Vallendar dann in vielen Situationen an guten Lösungen oder einem gut vorbereiten Abschluss. Das ist zwar auch durchaus ein Manko von uns, aber nach den beiden schwierigen Spielen gegen die Drittigaabsteiger erhoffen wir uns wieder mehr Durchschlagskraft und weniger Gegentore.“

In Vallendar dürfte man die Wormser Verletzungsserie begrüßen. Auch wenn man keinem Spieler eine Verletzung gönnt, so kommt das Fehlen einiger Wormser Stammkräfte dem Gegner entgegen. Dementsprechend selbstbewusst äußerten sich die Spieler nach der jüngsten Niederlage gegen Budenheim. Stefan Baldus gestand zwar das Verspüren eines gewissen Drucks, betonte aber: „Dieser Druck darf uns nicht lähmen, sondern muss zusätzliche Kräfte freisetzen.“ Kapitän Oliver Lohnert fordert sogar: „In Worms gilt es alle verfügbaren Kräfte zu mobilisieren, da wollen wir zwei Punkte holen.“

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: