Viel Kampf, aber keine Punkte gegen Illtal

ILLTAL – Eine erste Halbzeit mit viel Schatten und eine zweite Halbzeit mit viel Licht: Mit diesem Eindruck machten sich die Handballer der HSG Worms nach dem Auswärtsspiel bei den Handballfreunden Illtal auf die Heimreise. Beim Tabellenzweiten der Oberliga mit großen Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft unterlag der Aufsteiger aus Worms mit 29:35 (10:18). Nach der überaus turbulenten Woche mit einem emotionalen Benefizspiel für den an Blutkrebs erkrankten Nachwuchshandballer Jamie und der schweren Verletzung von Torwart Felix Kaltenthaler fiel das Fazit von HSG-Trainer Gerd Zimmermann trotz der zweiten Niederlage in Serie positiv aus: „Das war eine ganz schwierige Woche für meine Mannschaft, die im zweiten Durchgang eine unglaubliche Moral gezeigt hat und in dieser Phase der Saison Charakter beweist.“

Was die dezimierte HSG auch ohne Stammspieler wie Florian Reichelt oder Fabian Markert im Stande ist zu leisten, das zeigte die Mannschaft erst nach dem Seitenwechsel. Mit einem Acht-Tore-Rückstand vor der Brust stemmte sich die Mannschaft bei spielstarken Illtalern gegen das drohende Debakel. Während die Zimmermann-Sieben im ersten Durchgang noch jeglichen Zugriff in der Abwehr vermissen ließ, wurden nach dem Seitenwechsel viele Lücken durch frühzeitiges Attackieren des Gegners geschlossen. So gelang es den Gästen, den Spielfluss des Gegners zu unterbrechen. „Wo in der ersten Halbzeit der Ball noch im Tor eingeschlagen ist, da unterbanden wir jegliche Torgefahr in der zweiten Hälfte oftmals schon im Keim“, analysierte Zimmermann das Abwehrverhalten seiner Schützlinge, die nach dem Pausentee wie ausgewechselt wirkten. Eine Wende hin zu einem möglichen Auswärtserfolg zeichnete sich aber dennoch nicht ab. Zwar verkürzten die Wormser den Rückstand Mitte der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich auf vier Tore (22:26). Das war dann aber auch schon das höchste der Gefühle. Trotz dem einen oder anderen individuellen Fehler blieb Illtal nämlich stabil genug, um die Wormser bis zum Schlusspfiff auf Abstand zu halten.

HSG-Außenspieler Christian Kulaszewicz, mit sieben Toren bester Werfer bei den Zebras aus Illtal, sagte nach dem Schlusspfiff: „Hätten wir heute zwei Mal die Leistung aus dem zweiten Durchgang gezeigt, wäre eine Überraschung vielleicht möglich gewesen. So müssen wir die verdiente Niederlage hinnehmen und gegen Budenheim den nächsten Anlauf gegen ein Spitzenteam der Oberliga nehmen.“

HSG: Palzer, Gutland, Eusterholz (4), Schloß (3), Ermisch, D. Markert (4), Klimavicius (1), Drees (1), Kulaszewicz (7), Metzdorf (3), Augst

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