Zahlen lügen doch: Auf in den Hunsrück

Die heimische Nikolaus-Dörr-Halle sehen die Handballer der HSG Worms in diesen Tagen nur unter der Woche beim Training. Wenn am Wochenende Punktspiel in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar angesagt ist, dann ist das für den Tabellenfünften aus der Nibelungenstadt zurzeit mit Reisestrapazen verbunden. Nach dem siegreichen Spiel bei der SG Saulheim und einem vergleichsweise kurzem Anfahrtswerg für ein Spiel in Deutschlands vierter Liga folgt kein Heimspiel in der so oft ausverkauften Wormser Nikolaus-Dörr-Halle. Stattdessen geht in zweiten von drei Aufeinanderfolgenden Duellen in der Fremde zur HSG Kastellaun/Simmern. „Das wird genauso harter Prüfstein für meine Jungs wie in Saulheim“, sagt HSG-Trainer Gerd Zimmermann. Auf dem Papier liegt der Trainer mit dieser Betrachtung nicht richtig. Denn tabellarisch liegt der kommende Gegner hinter der SG Saulheim. Aber der Sport zeigt: Zahlen können doch lügen!

Eine Betrachtungsweise auf den Tabellendreizehnten aus dem Hunsrück  könnte nämlich auch folgendermaßen aussehen. Je nach der Anzahl an Absteigern braucht es noch Punkte für die Mannschaft vom ehemaligen Coach der Sportfreunde Budenheim, Axel Schneider. Der drittletzte Nieder-Olm liegt bei noch sechs ausbleibenden Spielen sechs Punkte hinter der Schneider-Truppe. Die HSG Kastellaun-Simmern muss aber zum  Saisonendspurt in Axel Schneiders ehemaliger Wirkungsstätte Budenheim ran und zum Saisonabschluss Zuhause gegen die starken Illtaler. Nieder-Olm hat jetzt erst einmal zwei Heimspiele gegen Vallendar und Osthofen. Dieser Ausgangslage ist man sich jedoch wahrscheinlich auch im Hunsrück bewusst. Unnötige Spannung will man dort wohl tunlichst vermeiden. Zuletzt lieferte sich die HSG Kastellaun/Simmern ein packendes Derby mit Mülheim, das Zuhause knapp verloren ging. „Wir sind uns dieser Situation des Gegners bewusst, , fahren mit dem nötigen Respekt zur HSG und schauen aber trotzdem auf uns weil wir in Saulheim als Mannschaft viel richtig gemacht haben“, sagt Gerd Zimmerman und geht ins Detail: „Die Abwehr hat zum Beispiel besonders in der Anfangsphase super gearbeitet, Saulheim fand kaum ein Durchkommen. Dass wir dann vorne einige Konterchancen liegen gelassen haben, das ist sehr schade. Aber dass wir durch die Abwehrarbeit uns die Chancen zum Gegenstoß und zur temporeichen zweiten Welle erarbeiten, ist sehr gut.“ Das Aufbauen auf dem Guten aus Saulheim ist es auch, was Gerd Zimmermann sich für die Fahrt in den Hunsrück erhofft. „Und am liebsten wären mir genauso viele Fans wie in Saulheim“, freut sich Zimmermann, der der etwas weiteren Fahrt keinerlei Bedeutung zumessen will. Stattdessen gelte nach dem Anpfiff fokussiert den Zuhause durchaus gefällig spielenden Gegner nicht ins Rollen kommen zu lassen. Beim Sieg in Worms war der Tabellendreizehnte chancenlos. „Daheim werden sie mit ihren Fans bestimmt ein anderes Gesicht zeigen“, ist Gerd Zimmermann überzeugt. Doch am Ende lügen Zahlen wohl doch nicht. Denn wenn die Partie am Samstagabend (Anpfiff: 19:30) in der Halle der Kastellauner Gesamtschule abgepfiffen wird, dann spricht das Ergebnis eine eindeutige Sprache.

Was gibt’s noch wichtiges zum Spiel zu sagen? Thomas Elgert, Lucas Gerdon und Flo Reichelt fallen weiterhin verletzt aus. Wir wünschen euch eine gute Besserung, Jungs! Das HSG-Trikot wartet auf euch. Die übrigen Jungs trainieren, trotz so mancher Blessur aus einer umkämpften Oberligasaison, in der wirklich jeder jeden schlagen kann.

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