Zum Nachbarschaftsduell nach Friesenheim

WORMS/FRIESENHEIM – Mit einem Sieg zum Saisonauftakt im Gepäck und dem nahezu kompletten Mannschaftskader reist die HSG Worms zum ersten Oberligaauswärtsspiel der Saison. Von einer Auswärtsreise für die Mannschaft und ihre Fans kann jedoch zumindest im wahrsten Sinne des Worts nicht die wirklich Rede sein, treffen die Wormser am Samstagabend (Anpfiff: 20:00, TSG-Sportzentrum) mit der TSG Ludwighafen-Friesenheim II doch auf einen Mitwettbewerber aus der Region. „Die Pfalz und Rheinhessen trennt kulturell gesehen zwar so einiges, in beiden Regionen wird aber wie hier in Worms und Ludwigshafen traditionell ein klasse Handball gespielt, was beide Regionen wieder vereint“, sagt Gerd Zimmermann mit Blick auf das Duell im Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim.

Als überzeugt Pfälzer und leidenschaftlicher Handballtrainer in Rheinhessen schlagen zwar zwei Herzen in des Trainers Brust, wenn seine Mannen aber am Samstag den Ball in Richtung Friesenheimer Tor befördern, ergreift Coach Gerd Zimmermann klar Position: „Ich will immer gewinnen, also auch in Friesenheim. Aber wir treffen nach Aufsteiger Bitburg nun auf eine weitere Mannschaft, die aktuell noch so manche offene Frage hinterlässt.“ Gleich mehrere Gründe versehen das Wormser Lager zurzeit mit Fragezeichen. Zum einen ist nichts über die aktuelle Form des gegnerischen Kaders bekannt, denn dieser war am zurückliegenden Wochenende im Vergleich zur HSG spielfrei. Während die Wormser Handballer beim jüngsten 30:22-Heimerfolg also eine erste Duftmarke in der noch so jungen Oberligasaison hinterließen, bastelte man in Friesenheim noch fleißig an der Mannschaft. Zum anderen hat es in der Talentschmiede der Jungeulen einige Veränderungen gegeben. Neben dem Nachwuchskoordinator und Zweitmannschaftstrainer Frank Herbert verließen einige Nachwuchsspieler und Stammkräfte bei der Oberligareserve in Personalunion die TSG. All diese Neuerungen haben sich natürlich auch ins nicht einmal 30 Kilometer entfernte Worms herumgesprochen. „Damit beschäftigen wir uns aber nur am Rande, denn in erster Linie schaue ich auf meine Arbeit und wie meine Mannschaft vorankommt“, betont HSG-Trainer Gerd Zimmermann und begründet seine HSG-Brille. In Friesenheim leiste man seit Jahren im gesamten Vereine gute und zukunftsorientierte Arbeit, „da werden die Eulen mit großer Sicherheit auch am Samstag gegen uns eine wettbewerbsfähige Mannschaft zusammenkommen.“

Wer aus seinen Reihen gegen die Jungeulen in der Anfangssieben auflaufen wird, lässt der HSG-Trainer noch offen. „Wie in der Vorbereitung, ist die Mannschaft auch in dieser Trainingswoche voll mitgezogen. Wir entwickeln uns durch die hohe Trainingsqualität Tag für Tag weiter und wollen nun in Friesenheim mit der Wettkampfpraxis den nächsten Entwicklungssprung machen“, sagt Gerd Zimmermann, der natürlich am liebsten dabei den ersten Auswärtssieg der Saison einfahren würde. Dazu hofft der Trainer wie beim Heimsieg gegen Bitburg neuerlich auf den Faktor Fans: „Jeder Anhänger trägt oben auf der Tribüne seinen Teil dazu bei, dass wir als Verein und die Jungs als Einzelspieler in einem tollen Mannschaftsgefüge hundert Prozent geben. Lasst uns das auch gegen Friesenheim zeigen.“

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