Zurück in der Spur: Deutlicher Heimsieg gegen Völklingen

WORMS – Die Handballer der HSG Worms sind in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nach zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar feierten die HSGler in der ausverkauften Nikolaus-Dörr-Halle einen deutlichen 29:18 (15:9)-Heimerfolg gegen die HSG Völklingen. „Das war eine sehr starke Leistung in der Abwehr und noch dazu eine größtenteils sehr abgeklärte Leistung im Angriff“, bilanziert Trainer Gerd Zimmermann zufrieden.

Dass die Zimmermann-Sieben das Spiel vom Anpfiff weg dominieren würde, damit war in Anbetracht der angespannten Personallage im Wormser Lager nicht unbedingt zu rechnen. Die HSG trat ohne Kreisläufer Florian Reichelt sowie die beiden Außenspieler Alex Eusterholz und Christian Kulaszewicz an. Das Fehlen dieses Trios konnten die Gastgeber jedoch vom Anpfiff weg gut kompensieren. Beim Spielstand von 3:3 übernahm die HSG die Spielkontrolle und erspielte sich bis zur 12. Minute eine 8:4-Führung. Der 6:0-Deckungsverband und der überragend aufgelegte Torwart Sascha Gieger schränkten die Wirkungskreise des Völklinger Angriffs gekonnt ein und zwangen die Gäste zu Ballverlusten. Diese bestrafte die Zimmermann-Sieben ein ums andere Mal durch einfache Tore aus dem Tempogegenstoß. Und schlug das Spielgerät einmal nicht über die erste und zweite Welle im gegnerischen Tor ein, wusste die HSG auch aus dem gebundenen Spiel zu überzeugen. Fabian Markert (3) und Kai Zimmermann (5) strahlten von den Halbpositionen Gefahr aus, die beiden Spielmacher Jörn Christmann (1) und Denis Markert (8) zogen im Wechsel gekonnt die Fäden. Aufgrund der spielerischen Überlegenheit musste Völklingen die Wormser mit zunehmender Spieldauer davonziehen lassen. Der Halbzeitpfiff wirkte für die Mannschaft aus dem Saarland wie eine Erlösung, klappte doch gegen Ende der ersten Halbzeit offensiv fast nichts mehr bei den Gästen. „Wir waren voll im Rhythmus und diesen galt es für uns nach dem Seitenwechsel aufrecht zu erhalten“, gewährt HSG-Trainer Gerd Zimmermann Einblicke in seine Kabinenansprache.

Dass der vom überaus zufriedenen Trainer angesprochene Rhythmus erst ab der 35. Spielminute aufgenommen wurde, ist rückblickend nicht mehr als eine Randnotiz in einem einseitigen Spiel. Denn Völklingen leistete sich nach dem Seitenwechsel einen ganz schwachen Start. Geschlagene zwölf Minuten erzielten die Saarländer nach dem Wiederanpfiff kein Tor. Das lag zum einen an der kompakt agierenden HSG-Defensive, aber vor allem an Torwart Sascha Gieger. Er entschärfte in dieser Phase Tempogegenstöße, freie Würfe und sogar einen Siebenmeter. „Sascha hat heute sensationell gehalten“, kommentiert Gerd Zimmermann die Leistung seines Schützlings. Weil auch die Vorderleute von Sascha Gieger in dieser Hochphase des Torhüters brillierten, zog Worms bis zur 42. Spielminute auf 19:10 davon. An diesem Vorsprung änderte sich bis zum Schlusspfiff nichts mehr, am Ende feierte die HSG einen ungefährdeten 29:18-Heimerfolg.

Aufstellung: Gieger, Elgert, Balaz, Russ (3), F. Markert (3), Schloß (1), Gerdon (3), Christmann (1), D. Markert (8), Metzdorf (4), Zimmermann (5)

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