Zurück in die Spur gegen die HSG Kastellaun/Simmern

WORMS – „Wir haben etwas gut zu machen“, sagt der Trainer der HSG Worms, Gerd Zimmermann, mit Blick auf das nächste Punktspiel in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Nach der turbulenten Punkteteilung gegen die SG Saulheim in der Vorwoche trifft die HSG am Samstag im zweiten von drei aufeinanderfolgenden Heimspielen auf die HSG Kastellaun/Simmern (Anpfiff: 18:00 Uhr, Nikolaus-Dörr-halle). Gegen die Krokodile aus dem Rheinland will HSG-Trainer Gerd Zimmermann nicht nur zwei Punkte holen, sondern dem Publikum wieder attraktiven Handball bieten: „Die Mannschaft ist mit der Saulheimer Spielweise nicht zurechtgekommen und ich habe von der Bank aus zusätzlich nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Wir haben im Training hart dafür gearbeitet, dass uns das gegen die HSG Kastellaun/Simmern nicht wieder passiert.“

Im Training lag deshalb ein Schwerpunkt auf der Abwehrarbeit. Konkret hat die Mannschaft auf Basis eines Videostudiums die zuletzt offenbarten Schwächen in der sonst so stabilen 6:0-Deckung herausgearbeitet und auf Basis dieser Erkenntnisse die Abwehrarbeit trainiert. „Meine Mannschaft ist schnell genug auf den Beinen und bringt die Physis mit, eine gute 6:0 zu spielen. Wir mussten an der Feinabstimmung arbeiten, dazu zählt das Verschieben im Verbund und das Lesen von Spielzügen und Abläufen im gegnerischen Angriffsverbund“, berichtet Gerd Zimmermann. Gegen die eingespielte Mannschaft von der HSG Kastellaun/Simmern, die mit ihrem neuen Trainer Axel Schneider derzeit mit 8:10 Punkten auf Platz zehn in der Tabelle steht, bilde eine sattelfeste Abwehr den Grundstock eines erfolgreichen Spiels. Im Durschnitt erzielte der letztjährige Tabellenvorletzte bislang immerhin stolze 27 Auswärtstore – und das ohne ihren besten Werfer der letzten Saison, Peter Bubalo. Ihn zog es nämlich zur neuen Saison in die erste türkische Handballliga. Trainer Axel Schneider, der über viele Jahre hinweg auf hohem Oberliganiveau mit den Sportfreunden Budenheim gearbeitet hat, konnte diesen Weggang jedoch schnell kompensieren. Zahlreiche Spieler aus der Talentschmiede der Rheinländer, gepaart mit dem erfahrenen Mannschaftsstamm, sind durch das Wirken von Axel Schneider zu einem gefestigten Oberligateam gereift. Gegen die Spitzenmannschaft der vierten Liga gab es für den kommenden Wormser Gegner allerdings bislang nichts zu holen. Gegen Vallendar und Saarpfalz setzte es jeweils deutliche Niederlagen.

Die HSG Worms, aktuell punktgleich mit Tabellenführer TuS Dansenberg, ist im bisherigen Saisonverlauf eine Spitzenmannschaft und hat das mit Ausnahme des Unentschiedens gegen Saulheim Zuhause stets eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Um die HSG Kastellaun/Simmern zu schlagen, braucht es laut Gerd Zimmermann „einen gesunden Mix aus sicherem Abwehrspiel in Kombination mit einem zielgerichteten Umschaltspiel über die erste und zweite Welle, Konsequenz und Geduld im gebundenen Spiel und Körperlichkeit gegen die zum Teil noch sehr jungen Gegenspieler.“ Personell kann der Wormser Trainer am Samstag erneut aus den Vollen schöpfen. „Und das werde ich auch tun, jedoch verrate ich kein Geheimnis, wenn ich sage, dass ich dieses Mal nicht erst zur Halbzeit wechseln werde, wenn es nicht läuft. Aber meine Mannschaft ist heiß, von daher bin ich sehr guten Mutes, dass es dieses Mal mit der Unterstützung unserer Fans vom Anpfiff weg laufen wird.“

 

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