Zweite Sensation bleibt aus – Niederlage in Zweibrücken

Nach dem Überraschungscoup gegen den TuS Kaiserslautern-Dansenberg ist eine zweite Sensation in der Handballoberliga für die HSG Worms ausgeblieben. Im zweiten Rückrundenspiel mussten sich die HSGler bei der VTZ Saarpfalz mit 21:26 (7:11) geschlagen geben. Trotz der Niederlage bei Tabellensiebten mit Ambitionen in Richtung Spitzengruppe zog der Wormser Trainer Gerd Zimmermann ein positives Fazit: „Wir haben in diesem Auswärtsspiel sehr gut verkauft und in der Abwehr über weite Strecken stark verteidigt. Deshalb bin ich alles in allem zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“

Die Leistung der Gäste hätte sogar mit Punkten belohnt werden können, hätten diese mit dem kompletten Kader in Zweibrücken auflaufen können. Jedoch reiste der Aufsteiger nur mit einem Rumpfkader in die Pfalz. Neben den beiden Langzeitverletzten Kubo Balaz und Fabian Ruß meldeten sich Markus Metzdorf, Christian Augst, Bernd Ströning und Denis Markert verletzungsbedingt ab. Mit Christian Drees (1) rückte lediglich ein Youngster in die erste Mannschaft auf, sodass Gäste-Coach Zimmermann zumindest auf zwei Auswechselspieler zurückgreifen konnte. In Anbetracht der Intensität dieser Schlacht zweiter stark aufgelegter Abwehrreihen waren diese Wechseloptionen auch dringend von Nöten. Denn nach ausgeglichenem Start merkte man den HSGler schon gegen Ende der ersten Halbzeit das Fehlen von Wechselalternativen an. Während die Wormser sich im Angriff ohne ihren Spielmacher Markert schwer taten, arbeitete die 6:0-Deckung konsequent gegen den gefährlichen Rückraum der Gastgeber. Lediglich elf Gegentreffer ließ die Zimmermann-Sieben im ersten Durchgang zu. Weil ihr aber selbst nur sieben Treffer gelangen, ging es mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Halbzeitpause (7:11, 30.).

Nach dem Seitenwechsel schmiss Zimmermann seinen Youngster Christian Drees ins kalte Wasser. Der großgewachsene Linkshänder belebte das Spiel im linken Rückraum, sodass die HSG immer näher an Saarpfalz heranrückte. Bis zum 20:20 stand das Spiel auf Messers Schneide. Doch mit zunehmender Spieldauer ging den Handballern aus der Nibelungenstadt die Kraft aus, was der Gegner eiskalt zu nutzen wusste. Nach einer kämpferischen Leistung hieß es 21:16 aus Sicht der HSG. Der verletzte Kapitän Markus Metzdorf war trotz der Niederlage stolz auf die Leistung seiner Jungs:

„Saarpfalz will oben mitspielen, dafür haben wir wirklich gut mitgehalten.“

Lob gab es außerdem für Christian Drees. Er habe seine Rolle laut Metzdorf „sehr gut ausgefüllt“, was auch Coach Zimmermann so gesehen hat. „Für die dünne Personaldecke war das gut. Jetzt geht der Blick in Richtung Eckbachtal, wo wir uns am nächsten Wochenende mit neuer Kraft für eine gute Leistung belohnen wollen.“

Aufstellung: Palzer, Gutland, Kulaszewicz (5), F. Markert (4), Reichelt (4), Schloß (2), Eusterholz (2), Klimavicius (2), Ermisch (1), Drees (1)

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