Die 2. Welle will in die Rheinhessenliga

WORMS – Für fast alle Mannschaft im rheinhessischen Handball ist die Saison bereits beendet. Eine Ausnahme bildet da nur die zweite Welle der HSG Worms, die als Tabellendritter der abgelaufenen Verbandsliga-Runde noch zwei Spiele vor der Brust hat: Relegationsspiele um den Aufstieg in die Rheinhessenliga gegen den Tabellenletzten der höchsten Spielklasse im Verband, Grün/Weiss Büdesheim. Am Sonntag bestreitet der Oberliga-Unterbau der Wormser Drachen das Hinspiel in Bingen, ehe am 5. Mai die HSG in der heimischem Nikolaus-Doerr-Halle zum Rückspiel einlädt. „Wir als Verein möchten unsere zweite Mannschaft in der Rheinhessenliga sehen und sind der festen Überzeugung, dass die Jungs sich gegen Büdesheim durchsetzen können“, sagt HSG-Vorstand Florian Stenner über die bevorstehenden Entscheidungsspiele und ergänzt: „Die HSG wird die Mannschaft von Uwe Berberich nach Kräften auf dem Weg in die Rheinhessenliga unterstützen.“ 

EWR und HSG Worms e.V.

Konkret machen die Wormser Drachen bereits jetzt via Social Media Mobil. Ein Facebook-Event sowie diverse Postings auf Instagram, wie man es von den Spielen der ersten Welle kennt, sollen die Halle am 5. Mai füllen. Denn die Mannschaft hat in den Augen der HSG-Offiziellen jede Unterstützung verdient: „Die Jungs verfügen über die Qualität höher zu spielen, das haben sie bereits im vergangenen Jahr in der Rheinhessenliga angedeutet. Damals kam vieles zusammen, dass die Klasse nicht gehalten werden konnte. Umso schöner ist es, dann das Team bereits jetzt einen neuen Anlauf wagen kann.“ Tatsächlich ist es noch gar nicht so lange her, da spielte die zweite Mannschaft Rheinhessenliga. Doch damals war die Mannschaft von riesigem Verletzungspech gebeutelt, fielen doch beispielsweise mit Bernd Ströning, Carsten Bleser, Mustafa Kaplan und Markus Görtz gleich vier Stammspieler fast die komplette Saison verletzt aus. Nach dem dadurch unvermeidbaren Abstieg hat sich die Mannschaft in der Saison 2018/19 sofort wieder in der Spitzengruppe der Verbandsliga etabliert. Am aufstiegsberechtigten Meister TV Alzey war kein Vorbeikommen, obwohl die HSG den designierten Meister am vorletzten Spieltag auswärts besiegen konnte. Aber ansonsten war jeder in der Klasse schlagbar und es konnte auch jede Mannschaft mindestens ein Mal geschlagen werden. Am Ende bog die zu großen Teilen zusammengebliebene Truppe, immer wieder punktuell durch Spieler der A-Jugend verstärkt, auf Platz drei ein. Weil der Zweitplatzierte TV Nieder-Olm II nicht aufstiegsberechtigt war, rückten die Wormser Drachen in die Relegation nach. „Wir werden nicht nur im Umfeld alles für einen Erfolg tun, sondern auch sportlich“, kommentiert Vorstand Florian Stenner die bevorstehenden Spiele vielsagend. Vor allem das Rückspiel komme laut dem Vereinsverantwortlichen eine große Bedeutung zu: „In Bingen müssen die Jungs sich ohne Harz gut verkaufen. Es gilt eine Ausgangslage zu schaffen, um mit dem Publikum im Rücken und einer richtig guten und heimstarken Mannschaft auf der Platte den Gegner zu besiegen.“ 

Einziger Wehrmutstropfen: Die Relegationsspiele sind möglichweiser eine reine Formalität und von keiner sportlichen Relevanz. Denn die Auf- und Abstiegsregelung zwischen Worms und Büdesheim greift nur dann, wenn der rheinhessische Teilnehmer an der Oberliga-Qualifikation den Aufstieg schafft. Dieser heißt wieder einmal TG Osthofen. Der TGO gelang es allerdings nicht einmal die Rheinhessenliga zu gewinnen und geht als zweiter hinter Budenheim II aus der Saison in die Aufstiegsspiele. Dort warten auf die zusätzlich noch verletzungsgebeutelte TGO-Mannschaft sehr ambitionierte Mannschaft wie die Drittliga-Reserve vom TuS Dansenberg. 

In die wohlverdiente Sommerpause sind derweil die Handballer von der dritten Mannschaft der HSG Worms gegangen. Ein Großteil der „Dritten“ wird zwar sicherlich die „Zweite“ bei den Entscheidungsspielen anfeuern, das A-Klasse Team hat mittlerweile aber Pause. Nach 18 Rundenspielen ist die HSG III auf dem achten Platz eingelaufen. In Abstiegsnöte geriet die Mannschaft von Neu-Trainer Stefan Wilhelm nie. Nach vorne ging aber genauso wenig, dafür war die Personallage einfach ein ums andere Mal zu dünn. „Die Dritte ist ein richtig guter Haufen, der an guten Tagen auch tollen Handball spielt. Auch die Jungs haben das gut gemacht, ich erinnere mich zum Beispiel noch gut an die fuiosen Heimspiele gegen Bingens und Ingelheim, als die Mannschaft quasi in der Schlusssekunde jeweils den Sieg einfuhr. Immer wenn die Mannschaft gut besetzt war, ging das Spiel auch erfolgreich aus“, kommentiert HSG-Vorstand Florian Stenner. Besonders bemerkenswert: Nach Meister Ober-Hilbersheim, Sobernheim und Wörrstadt, allesamt die ersten Mannschaften im Verein, war die HSG III die offensivstärkste Truppe mit 508 Toren. Auch in der dritten Mannschaft kamen erfreulicherweise immer wieder Spieler aus der A-Jugend zum Einsatz. „Rückblickend konnten wir unsere A-Jugend in allen drei Aktivenmannschaften einsetzen und haben unseren Talenten so Spielpraxis in der Oberliga, der Verbandsliga und der A-Klasse verschaffen können“, so Florian Stenner.

2. & 3. Welle: Ein Saisonfazit und ein Ausblick auf die Relegation um den letzten Platz in der Rheinhessenliga