Auswärtsspiel bei der HSG Völklingen

WORMS – Ein Derbysieg, wie der der Wormser Drachen gegen die Sportfreunde Budenheim am letzten Wochenende, kann ungeahnte Kräfte freisetzen. Darauf hofft der Trainer der HSG Worms, Marco Tremmel, wenn seine Mannschaft am Samstagabend bei der punktgleichen HSG Völklingen gastiert. Mit voller Kraft werden auf jeden Fall die Fans der HSG ihre Farben nach vorne peitschen, ist der Fanbus nach Völklingen doch restlos ausverkauft. „Wir als Mannschaft wissen, was solch eine Unterstützung bei einer über 100 Kilometer entfernten Auswärtsfahrt bedeutet. Das ist Wahnsinn und wir werden für alle Mitgereisten und Daheimgeblieben alles geben“, sagt der Wormser Mannschaftsverantwortliche und betont zugleich: „Wir haben nach der Leistung und mit der Unterstützung von den Fans allen Grund selbstbewusst aufzutreten. Ich erwarte von jedem im Kader vollen Einsatz und kein Prozent weniger als gegen Budenheim.“

Jedes einzelne Prozent in Sachen Einstellung und Leistung braucht es laut Marco Tremmel auch, um im Saarland bestehen zu können. Obwohl die HSGler in der Vergangenheit fast immer mit einem Auswärtssieg aus Völklingen zurückgekehrt sind, sei der kommende Gegner stark. „Ich erinnere nur an das Heimspiel der letzten Saison, bei dem sie uns echt weh getan haben. Jeder sollte gewarnt sein, dass Völklingen uns alles abverlangen wird“, unterstreicht Marco Tremmel und verweist auf das jüngste Resultat des nächsten Gegners. Nach drei, zum Teil sehr deutlichen, Niederlagen gewann Völklingen im Nachholspiel am Donnerstagabend auswärts beim Heimstarken TV Mülheim mit 30:27. Dass für Völklingen die Mehrbelastung ein Problem werden könnte, habe sich mit dem unerwarteten Erfolgserlebnis laut Marco Tremmel erledigt. „Mit so einem Ergebnis im Rücken sind dir als Handballer gerade einmal 48 Stunden Regeneration egal.“

Apropos Regeneration: In dieser Woche erreichte die HSGler die bittere Nachricht, dass Neuzugang Timo Hochgesand in dieser Saison nach seiner Kreuzbandverletzung nicht mehr Angreifen wird. Er fällt bis Saisonende aus. „Das tut uns allen unglaublich Leid für Timo aber wir sind der festen Überzeugung, dass er zur neuen Saison wieder gesund und wiedererstarkt auf der Platte stehen wird. Wir als Verein werden ihn auf jeden Fall auf seinem Weg zurück in die Mannschaft unterstützen“, sagt Maximilian Noss, sportlicher Leiter (Gesamt) der HSG. Besser sieht es bei Rechtsaußen Luca Steinführer aus. Er kann nach seinem Kreuzbandriss bereits Kraftübungen absolvieren und arbeitet fleißig am Comeback. Dieses wird er aber erst im Jahr 2020 geben. In Völklingen fehlen Marco Tremmel jedoch weitere Akteure. Rechtsaußen Steffen Dietz muss aus beruflichen Gründen passen, Tristan Jäger fehlt angeschlagen und auch Moritz Happersberger kann wegen Knieproblemen nicht spielen. „Wir haben trotzdem einen schlagkräftigen 14-Mann Kader beisammen und haben uns genauestens auf die Stärken und Schwächen des Gegners vorbereitet“, sagt Marco Tremmel abschließend.

1. Welle: Mit ausverkauftem Fanbus ins Saarland – Wormser Drachen wollen bei HSG Völklingen nachlegen