1. Welle: Ohne Durchschlagskraft & mit vielen Fans – enttäuschender Auftritt bei der HSG Völklingen

VÖLKLINGEN  – Auf den befreienden Derbysieg gegen die Sportfreunde Budenheim folgte für die Handballer der HSG Worms eine ernüchternde Auswärtspleite. Bei der ebenfalls um der Klassenverbleib kämpfenden HSG Völklingen verloren die Wormser Drachen unnötig, aber doch hoch verdient, mit 20:23 (8:12). Eine desaströse Angriffsleistung machte eine über weite Strecken sehr ordentliche Abwehrleistung zu Nichte, wodurch die Wormser Drachen weiter im unteren Tabellendrittel gefesselt sind. Da half bei der langen Reise ins Saarland weder ein ausverkaufter Fanbus ,noch die mahnenden Worte des Trainers, der seine Mannschaft im Abschlusstraining auf die Bedeutung der Partie in aller Deutlichkeit hingewiesen hatte: „Im Angriff war nicht viel los“, konstatierte ein enttäuschter HSG-Trainer Marco Tremmel.

Tatsächlich dauerte es geschlagene vier Minuten, bis die Wormser erstmalig erfolgreich waren. Und selbst dieser Treffer war nicht herausgespielt, sondern er fiel per Sieben-Meter-Strafwurf von Julius Herbert. Der Abwehrchef war der mit Abstand beste Mann auf Seiten der HSG und hielt seine Farben mit seinem Einsatz lange Zeit im Spiel, zudem traf er bei sechs Versuchen vom Punkt sechs Mal. Aber von vorne: Nach dem 1:1-Ausgleich durch Julius Herbert ging die HSG nach elf Spielminuten sogar in Führung, natürlich per Strafwurf durch die Nummer 39 der HSG. Doch dies sollte die letzte Führung der Gäste bleiben. Völklingen nahm die Spielkontrolle an sich und hatte mit Rückraumspieler Niklas Hoff einen Mann in seinen Reihen, der die überraschende 3:2:1-Deckung der Wormser immer wieder aushebelte. So drehte Völklingen die Partie schnell auf 5:10 (22.). Während Völklingen die Chancen immer wieder konsequent nutzte, ließen die HSGler Chancen liegen oder produzierten technische Fehler. Die krassen Ballverluste durchziehen sich bereits durch den gesamten Saisonverlauf und erreichten in Völklingen mal wieder einen negativen Höhepunkt. So ging die Tremmel-Sieben mit einem 8:12-Rückstand in die Halbzeitpause.

Nach der Pause stellte Marco Tremmel dann wieder auf die 6:0-Deckung um und die HSG fand auch vorne besser ins Spiel. Zwar konnte man nicht von einer guten Offensivleistung sprechen, doch gegen durchschnittliche Gastgeber reichte die Angriffsleistung aus, um das Spiel wieder offen zu gestalten. In der 48. Spielminute erzielte abermals Julius Herbert ein Tor, den Anschlusstreffer zum 17:18. Doch dann musste der beste Wormser Spieler mit einer Rückenverletzung die Platte verlassen und das Spiel der HSG war tot. Ungeachtet dessen leistete sich die HSG zu viele Fehler auch im zweiten Durchgang: „Wir haben in der Phase gut deckt, Adrian Taday hat einige Bälle gehalten und wir haben dann in der zweiten Welle die Balleroberungen durch leichte Fehler wieder verloren“, berichtete Marco Tremmel. Am Ende verlodre HSG mit 20:23 und steht nun statt mit 6:6 Punkten mit 4:8 Punkten da. Es warten schwere Wochen auf die Wormser Drachen, denn als nächstes treffen die HSGler auf die starken Teams von den Handballfreunden Illtal und der VTV Mundenheim.

1. Welle: Ohne Durchschlagskraft & mit vielen Fans – enttäuschender Auftritt bei der HSG Völklingen