1. Welle: Knapp daneben ist leider auch vorbei – Überraschungs-Erfolg bleibt trotz starker Leistung in Mundenheim aus

LUDWIGSHAFEN – Lange Zeit sah es danach aus, als könnten die Handballer der HSG Worms für den nächsten Überraschungs-Erfolg in der Oberliga sorgen und die Negativserie durchbrechen. Doch am Ende waren es die Gastgeber von der VTV Mundenheim, die jubeln durften. Die Wormser Drachen verloren aufgrund einer Mischung aus Pech und Unvermögen mit 22:24 (11:8). „Mundenheim war heute Zuhause so schlagbar wie selten. Wir hatten es großenteils selbst in der Hand hier als Sieger vom Platz zu gehen, aber ein Handballspiel geht eben 60 und keine 55 Minuten. Wir haben das Spiel nicht in den letzten fünf Minuten verloren, sondern wir haben es verpasst den Deckel früher drauf zu machen“; bilanzierte HSG-Trainer Marco Tremmel am Ende der Partie gegen seinen Ex-Verein.

Bislang ist der HSG Worms noch kein einziger Auswärtssieg in dem Ludwigshafener Stadtteil geglückt. Dass dieses Mal etwas möglich ist, das wurde bereits in den Anfangsminuten deutlich. Denn die HSG verteidigte aufmerksam in der 6:0-Deckung und ließ Mundenheim nicht in das gewohnte Tempospiel bei eigenem Ballbesitz kommen. So provozierte die Gäste-Abwehr in Verbindung mit dem stark aufgelegten Torwart Jan Gabrys Fehler und Fehlwürfe der Hausherren. Auf der Gegenseite gelang es den Wormsern immer wieder durch Einzelaktionen zum Torerfolg zu kommen. Folglich entwickelte sich eine sehr ausgeglichene Partie, wobei die Wormser Drachen immer wieder mit ein bis zwei Toren Vorsprung da standen. Die Kräfteverhältnisse schienen sich dann kurz vor der Pause endgültig in Richtung der Gäste zu verschieben als Mundenheim die erste und einzige(!) Zeitstrafe im gesamten Spiel hinnehmen musste. Das Thema Zeitstrafen wird im weiteren Spielverlauf eine wichtige Rolle einnehmen. Zu den Minuten vor der Pause: Durch drei Tore in Serie zog die HSG bis zur Pausensirene auf 11:8 davon. Höhepunkt war dabei ein direkt verwandelter Freiwurf von Moritz Happersberger mit der letzten Aktion vor der Pause. „Wir haben in der ersten Halbzeit genau so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben. Das war richtig gut“, lobte Marco Tremmel die Leistung seiner Mannschaft.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber verbessert aus der Kabine. Der VTV entwickelte mehr Dynamik im Angriff und kam leichter zu Toren. Die HSG verpasste wiederum die eigenen Chancen zu nutzen. Einzig Wurfpech auf Seiten von Mundenheim und starke Paraden von Jan Gabrys sorgten dafür, dass die Führung nicht schnell nach der Halbzeit wechselte. Im Gegenteil: Die Wormser Drachen verteidigten ihren Vorsprung bis in die 53. Spielminute. Dass die HSG im zweiten Durchgang ständig in Unterzahl spielte, konnte die Mannschaft mit purer Leidenschaft und ein wenig Glück kompensieren. Doch in der 53. Minute glich Mundenheim zum 22:22 aus und ließ das 23:22 folgen. HSG-Mann Moritz Brestrich erhielt in dieser Phase gleich zwei Mal zwei Minuten (3. Zeitstrafe = Rote Karte), die Partie war verloren. Dass in dieser Phase, wie im gesamten Spiel, Zweikampfbewertungen gegen die HSG fielen, tat das Übrige hinzu.

1. Welle: Knapp daneben ist leider auch vorbei – Überraschungs-Erfolg bleibt trotz starker Leistung in Mundenheim aus