1. Welle: Der lang ersehnte Erfolg ist da – Heimsieg gegen HV Vallendar lässt Wormser Drachen jubeln

WORMS – Nach fünf Niederlagen in Folge haben die Handballer der HSG Worms ihren Negativlauf in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar endlich stoppen können. Gegen den HV Vallendar gelang den Wormser Drachen ein knapper und viel umjubelter 24:23 (12:11)-Sieg in der heimischem Nikolaus-Doerr-Halle. „Wir haben gekämpft bis zum Umfallen und uns und unsere Fans, die vom Anpfiff weg da waren, endlich wieder mit Punkten belohnt“, bilanzierte HSG-Trainer Marco Tremmel nach einer nervenaufreibenden Partie, geprägt von zahlreichen Führungswechseln und Hochspannung bis in die Schlussminute. 

Bereits in den Anfangsminuten der Partie zwischen den Wormser Drachen und den Vallendarer Löwen zeichnete sich ab, dass dieser Handballabend wieder einmal nichts für schwache Nerven sein sollte. Nach einer Viertelstunde stand es 5:6 aus Sicht der Hausherren, beide Mannschaften kämpften hart für Tore. Für die HSG nichts neues, tut sich die Mannschaft doch im bisherigen Saisonverlauf enorm schwer mit dem Torewerfen. Doch zum Glück war aus Sicht der Wormser Drachen auf die Abwehr wieder einmal Verlass, sodass es bis zur Halbzeitpause mit wenig Toren auf beiden Seiten weiterging. Valllendar leistete sich im ersten Durchgang auffällig viele Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung, Worms tat sich dagegen schwer die Deckung des Gegners auseinander zu ziehen. Der Siegeswille und die Bereitschaft alles für den dritten Saisonsieg zu geben war den HSGlern jedoch zu jeder Sekunde anzusehen. Und mit dem Glück des Tüchtigen drehten die Wormser Drachen die Partie kurz vor dem Pausenpfiff. Nach einer Auszeit von Trainer Marco Tremmel ging die HSG in der 26. Spielminute erstmalig durch Kreisläufer Moritz Brestrich in Führung (10:9). Mit dem kleinstmöglichen Vorsprung ging die Tremmel-Sieben dann auch in die Halbzeit – inklusive einer ganz bitteren Nachricht für das Lazarett. Mit Torwart Jan Garbrys hat sich voraussichtlich der dritte HSG-Spieler der noch immer jungen Saison das Kreuzband gerissen. Nach einer Parade sank der 2-Meter-Hüne mit Schmerzen zu Boden und deutete direkt auf das ohnehin aus der letzten Saison schwer lädierte Knie. „Das tut uns allen unglaublich Leid für Jan, der mit jedem Spiel besser in die Saison gekommen ist. Wir wünschen ihm eine gute Besserung“, kommentierte Marco Tremmel die Verletzung seines Torhüters. 

Wie bereits im ersten Durchgang, ersetzte auch nach dem Seitenwechsel der junge Adrian Taday den Verletzten. Und die Nummer 99 der HSG sollte im weiteren Spielverlauf ebenso großen Einfluss nehmen, wie im Feld Youngster Janis Hafer mit der Trikotnummer 7. Der vielseitige  Rückraumspieler erhielt im zweiten Durchgang reichlich Spielanteile anstelle von Spielmacher Konstantin Herbert. Dessen Bruder Julius Herbert und der eben erwähnte Janis Hafer waren es auch, die kurz nach Wiederanpfiff erstmalig für einen Zwei-Tore-Vorsprung der Wormser Drachen sorgen konnten (39.). Der dynamische Rechtshänder Janis Hafer sorgte in dieser Phase offensiv für ganz wichtige Akzente, erzielte er doch sehenswerte Tore, riss Lücken für seine Mitspieler und zog die dritte Zeitstrafe für HVV-Angreifer Christian Schaub, der in der 43. Minute mit Rot des Feldes verwiesen wurde. So hielt der zwei Tore-Vorsprung bis in die Schlussphase der Partie. ehe der starke Gäste-Kreisläufer Oliver Lohner in der 54. Minute den 22:22-Ausgleich erzielen konnte. Doch die HSG behielt die Nerven und ging durch den treffsicheren Linksaußen Marvin Seyfried prompt wieder in Führung. Julius Herbert ließ in der 55. Minute das 24:22 folgen, was schlussendlich zum Sieg reichen sollte. Maßgeblichen Anteil daran hatte neben Julius Herbert, der sich kurz vor dem Abpfiff in einen verloren geglaubten Ball warf und so Ballbesitz für seine Farben erzwang, Torhüter Adrian Taday. An dem Wormser Goalie verzweifelten die Vallendarer Löwen in der Schlussphase, denn der HSGler vernagelte sein Tor. Endstand: 24:23. 

Maximilian Noss (sportlicher Leiter Aktive gesamt) und Marco Palzer (sportliche Leitung Herren 1) zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis, wurden doch ausdrücklich zwei Punkte im Vorfeld der Partie gefordert. „Die Jungs haben stark gekämpft und sich diesen Erfolg erarbeitet und verdient. Wir dürfen uns auf den zwei Punkten aber keineswegs ausruhen, dafür haben wir im bisherigen Saisonverlauf einfach zu viel liegen gelassen und dafür ist leistungstechnisch einfach immer noch genug Luft nach oben bei jedem Einzelnen und als Mannschaft. Mit einer ähnlichen Einstellung und Wille wie zuletzt wollen wir gegen Eckbach und Mülheim auftreten und punkten. Am besten fangen wir in Eckbachtal damit an. Das wird ein Spiel, das wir nur über Kampf und absoluten Willen gewinnen können. Dass die Jungs diese Tugenden in sich tragen, haben sie gegen den HVV gezeigt.“ 

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