Abwehrschlacht in Saulheim? Alle in die Halle!

WORMS – Spieltag drei, Derby drei: Am Wochenende reisen die Handballer der HSG Worms in zum nächsten Nachbarschaftsduell in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Nach den Punkteteilungen in Bingen und Zuhause gegen Mundenheim tritt die HSG am dritten Spieltag bei der SG Saulheim an – und erneut muss die Mannschaft gegen eine Art Angstgegner antreten. Denn in der bisherigen Überligahistorie der Wormser Drachen gab es in Saulheim wenig bis nichts zu holen. „Zwei Serien konnten wir an den ersten beiden Spieltagen bereits brechen, aller guten Dinge sind auch in diesem Fall hoffentlich drei“, sagt HSG-Trainer Marco Tremmel, der den kommenden Gegner Zuhause als mindestens genauso stark einschätzt, wie die beiden bisherigen Aufgaben. „Das wird ein richtig unangenehmes Spiel, aber auch eine weitere Chance als Mannschaften einen weiteren Schritt nach vorne zu machen.“ 

Konkret hat der neue Wormser Trainer vor genau drei Dingen großen Respekt, die sich auch unmittelbar auf die Spielvorbereitung in der Trainingswoche ausgewirkt haben. Erstens wird in Saulheim ohne das heiß geliebte Haftmittel gespielt. Darauf hat sich die HSG eingestellt, indem ohne „Harz“ trainiert wurde. „Das ist im Spiel aber dennoch ein Nachteil, aber eine Ausrede darf das Harzverbot keineswegs sein. Wir müssen uns damit arrangieren und das eigene Spiel ein wenig anpassen“, erklärt Marco Tremmel. Zweitens verfügt die SG Saulheim über eine extrem geordnete und aggressive Verteidigung, die Ex-Trainer Reiner Sommer über viele Jahre hinweg in die DNA der Spieler verpflanzt hat und von Neu-Trainer Kai Christmannn verfeinert und weiterentwickelt wurde. „Wir müssen wie gegen Mundenheim damit rechnen, dass jede Aktion in Richtung gegnerischer Deckung weh tuen wird. Wir müssen den Kampf annehmen, vorne mit aller Konsequenz die sich bietenden Chancen nutzen und selbst in der Abwehr zupacken“, so der Auftrag von Marco Tremmel. Drittens hat sich die SG Saulheim durchaus namhaft verstärken können, ist mit Christoph Klee von Drittligisten TuS Dannenberg doch ein absoluter Topspiele in die vierte Liga gewechselt. Auch die Werber-Brüder sowie Roman Walldorf seien unter Kai Christmann einen Schritt nach vorne gegangen und haben die Qualität der Mannschaft erhöht. „Man hat nicht umsonst Illtal lange Paroli geboten und den SV Zweibrücken Zuhause zerlegt“, verweist Marco Tremmel auf die Stärke des Gegners, der er mit geballter Kaderstärke entgegentreten kann. Neben den ohnehin zur Verfügung stehenden Akteuren kehren nämlich auch Urlauber Pascal Theuer sowie Rechtsaußen Alex Eusterholz zurück in die Mannschaft. Mit Ausnahme der beiden verletzten Jan Hochgesand und Christian Drees ist die Mannhaft als komplett. „Wir werden von jedem einzelnen Spieler eine Topleistung brauchen, die auch im Kollektiv perfekt passt. Dann können wir Saulheim Zuhause unter den schwierigen Bedingungen vielleicht ärgern. Auf jeden Fall werden wir alles geben und hoffen auf mächtig Unterstützung von unseren tollen Fans“, sagt Marco Tremmel abschließend. 

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