Drachen bleiben ungeschlagen – Punkteteilung gegen Mundenheim

WORMS – Auch im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Marco Tremmel sind die Handballer der HSG Worms ungeschlagen geblieben. Nach der Punkteteilung bei der HSG Rhein-Nahe, wo die Wormser Drachen in der bisherigen Oberligahistorie noch nie etwas Zählbares mitnehmen konnten, ließ die Tremmel-Sieben das nächste Ausrufezeichen bei der Heimpremiere folgen. Gegen das Viertliga-Topteam VTV Mundenheim erkämpften sich die HSGler auf spektakuläre Art und Weise ein 29:29-Unentschieden. Auch Mundenheim war bis zum Amtsantritt von Marco Tremmel ein unüberwindbarer Gegner, der der HSG keinen einzigen Punkt überlassen hatte. Auch dieser Angstgegner wurde also endlich erfolgreich bekämpft.

In einem unterhaltsamen, hochklassigen und stimmungsvollen Derby zwischen den Domstädtern und dem Talent-Ensemble aus dem Ludiwgshafener Stadtteil avancierten die jüngsten Spieler beider Mannschaften zu den Protagonisten. Während auf Mundenheimer Seite beispielsweise der 18-jährige Paul Schuzius mit sehenswerten Treffern überzeugte, tat es ihm auf Wormser Seite Rechtsaußen Luca Steinführer gleich. Beide Rechtsaußen präsentierten sich unglaublich treffsicher, auf Wormser Seite erwischte auch Linksaußen Marvin Seyfried einen Sahnetag. Der aus Offenbach nach Worms gewechselte Spieler überzeugte in Angriff und Abwehr – er hat sich bereits früh in der Saison zu einer tragenden Säule im HSG-Spiel entwickelt. Dazu gesellten sich auch Kreisläufer Moritz Brestrich sowie der ebenfalls erst 18-jährige Torwart der HSG, Adrian Taday. „Die Jungen haben heute gezeigt, was sie draufhaben. Das war ganz stark, ebenso wie die Moral der gesamten Mannschaft“, kommentierte HSG-Trainer Marco Tremmel den Spielverlauf, geprägt von Höhen und Tiefen.

Nach einem gelungenen Start samt Führung schlich sich im Torabschluss der Fehlerteufel bei der HSG ein. Mundenheim wusste die Nachlässigkeiten der Hausherren zu nutzen, egalisierte den Rückstand und drehte die Partie. Nach etwa 15 Minuten liefen die HSGler konstant einem zwei bis drei Tore Rückstand hinterher, was sich auch bis zur Pause nicht änderte (11:14). Auch nach dem Seitenwechsel blieb zunächst Mundenheim die spielbestimmende Mannschaft und setzte sich sogar zwischenzeitlich auf vier Tore ab. Doch angeführt von den jungen Wilden glich die HSG Mitte der zweiten Halbzeit zum 21:21 aus – um dann noch einmal mit vier Toren in Rückstand zu geraten. Doch auch in der finalen Phase des Derby verpassten die Gäste die Vorentscheidung, weil die HSG mit ihrem euphorischem Publikum im Rücken niemals aufgab. Fabian Markert belohnte den Kampf bis zur letzten Sekunde mit dem Ausgleich. „Das war ein weiterer Schritt in die richtige Richtung“, bilanzierte Marco Tremmel zufrieden ob der Leistung seiner Mannschaft, verbunden mit einem Dankeschön in Richtung der Fans: „Wenn die Halle so hinter der Mannschaft steht, dann tut sich hier jeder Gegner schwer. Das war ein tolles Debüt hier für mich in Worms und ich freue mich auf viele weitere Heimspiele mit solch einer Stimmung.“

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