Erste Welle: Heimspielpremiere am Sonntag – Derby gegen VTV Mundenheim

WORMS – Derby in der Nikolaus-Doerr-Halle: Nach der überzeugenden Leistung beim 31:31-Saisonauftakt bei der HSG Rhein-Nahe präsentiert sich die neu formierte HSG Worms am Sonntag erstmalig ihrem treuen Heimpublikum. In der Niklaus-Doerr-Halle empfangen die Wormser Drachen den Lokalrivalen VTV Mundenheim zum südrheinhessisch-nordpfälzischen Nachbarschaftsduell in Deutschlands vierter Liga (Anpfiff: Sonntag, 18 Uhr, Nikolaus-Doerr-Halle).

Für gleich vier Neu-HSGler wird das erste Heimspiel in den Wormser Farben etwas ganz Besonderes, treffen sie doch mit dem VTV auf ihren ehemaligen Verein. Sowohl Rechtaußen Steffen Dietz und Mittelmann Tayfun Tok, als auch Trainer Marco Tremmel und sein Co-Trainer Stefan Wegerle, haben nämlich eine Mundenheimer Vergangenheit. Die beiden Trainer und der Rechtsaußen wechselten sogar direkt von der Pfalz nach Rheinhessen, Tayfun Tok legte immerhin eine Zwischenstation bei der TG Oggersheim ein. „Auch wenn uns alle drei viele Freundschaften nach Mundenheim verbindet, sind wir in den 60 Minuten auf der Platte keine Freunde“, sagt Marco Tremmel und möchte diese Besonderheit des ohnehin besonderes Spiels nicht in den Vordergrund rücken: „Natürlich ist das irgendwie in beiden Lagern Thema, aber wir tun gut daran uns voll auf uns zu konzentrieren.“ Wie wichtig die Fokussierung auf ein Spiel – beziehungsweise die komplette Spieldauer – ist, das habe in den Augen des Wormser Trainers die Partie in Bingen gezeigt. „Wir haben uns richtig gut auf den Gegner vorbereitet, alles auf dem Feld umgesetzt, überlegen gespielt und dann aufgrund von fünf bis zehn schwachen Minuten einen Punkt abgegeben.“ Auch gegen Mundenheim würden laut Meinung von Marco Tremmel ein paar schlechte Minuten ausreichen, um die Partie zu verlieren. „Wir brauchen von der ersten bis zur letzten Spielminute, vom Linksaußen bis zum Rechtsaußen, eine Topleistung“, unterstreicht Marco Tremmel. Darüber hinaus hofft er auf die Unterstützung der Fans: „Die Mannschaft hilft Samstagabend beim Ausschank auf der Herrnsheimer Kerb, wo wir sicher auch einige HSGler treffen werden. Alle wollen wir dann am Sonntag in der Halle sehen, wir brauchen die Halle gegen einen solch starken Gegner.“

Dass Mundenheim mit seinem neuen Trainer Andreas Reckenthäler über außerordentliche Qualitäten verfügt, das hat der VTV am zweiten Spieltag unter Beweis gestellt. Nach einer Auftaktniederlage beim SV Zweibrücken dominierten die Mundenheimer den HV Vallendar in eigener Halle. „Offensiv gehört mein ehemaliger Verein zum besten was die Liga zu bieten hat“, sagt Marco Tremmel, der aber wie kaum ein zweiter auch die Schwachstellen des Gegners kennt: „Es ist kein Geheimnis, dass die Abwehr durchaus in Bedrängnis zu bringen ist. Damit das gelingt, müssen wir uns aber in der eigenen Defensive die Bälle erobern.“ In welcher Deckungsformation und mit welcher Aufstellung Marco Tremmel das Duell angehen wird, das lässt der Trainer offen. Alex Eusterholz fehlt aus privaten Gründen, Jan Hochgesand und Christian Drees sind weiterhin verletzt. Ansonsten sind die Wormser komplett. Nicht mehr zum Kader der HSG Worms gehört Tobias Repp. Der Nachwuchstorwart konnte sich nicht durchsetzen und hat sich deshalb für einen Wechsel nach Ruchheim entschieden. Der Verein hat ihm keine Steine in den Weg gelegt und wünscht dem Spieler viel Glück bei seinem weiteren Werdegang.

 

 

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