Gute Besserung, Thomas Elgert – Heimniederlage gegen Vallendar

WORMS – Nach drei Siegen aus vier Spielen haben die Handballer der HSG Worms einen Rückschlag in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar hinnehmen müssen – und zwar symptomatisch für die laufende Saison in der heimischen Nikolaus-Doerr-Halle. Gegen den HV Vallendar verloren die Wormser Drachen nach einem umkämpften und über weite Strecken ausgeglichenen Spiel mit 28:32 (13:13). Langsam muss man sich im Wormser Lager die Frage stellen, ob sich die HSG aus unerfindlichen Gründen einen Heimfluch eingefangen hat. Denn trotz deutlicher Leistungssteigerung im Vergleich zum letzten Auftritt vor heimischem Publikum ereigneten sich unglaubliche Dinge, die maßgeblich zur Heimpleite beitrugen: Eine dreifache Unterzahl (!) durch Zeitsrafen der Unparteiischen sowie eine womöglich schwere Verletzung von Stammtorwart Thomas Elgert. „Es kommt einfach momentan Vieles zusammen, worauf wir keinen Einfluss haben, abgesehen von technisch-taktischen Dingen, die wir Daheim noch nicht gut genug umsetzen“, sagt HSG-Trainer Marco Tremmel mit Blick auf die neuerliche Heimpleite.

Einfach fällt dem Trainer die Rückschau auf das Spiel gegen die Vallendarer Löwen vor allem aufgrund der Verletzung von Thomas Elgert nicht. Der zuletzt so formstarke Schlussmann musste bereits in der siebten Spielminute vom Feld, nachdem er ohne Einwirkung eines Gegenspielers wie vom Blitz getroffen zu Boden sank. Dem langjährigen HSGler waren die Schmerzen deutlich anzusehen als er unter dem aufmunternden Applaus der gesamten Halle in Richtung Krankenhaus abtransportiert wurde. „Das tut uns allen unglaublich weh und leid für Thomas. Wir hoffen auf Glück im Unglück, aber es könnte etwas in Richtung Bänder oder Miniskus sein. Ein MRT wird in den nächsten Tagen Aufschluss geben“, sagt Marco Tremmel, der die Verletzung aus Schlüsselszene des Spiels ansieht.

Bis zum Zeitpunkt der Verletzung war die HSG die bessere Mannschaft, denn das Team trat fokussiert und engagiert wie zuletzt bei den Siegen gegen Homburg und Kastellaun/Simmern auf. Nach der Verletzungsunterbrechung blieb die HSG zwar weiterhin im Spiel, doch Vallendar legte leistungstechnisch eine Schippe drauf. Der erst 18-jährige Adrian Taday, für Thomas Elgert ins Tor gekommen, stand im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit im Fokus. Zwar kam Vallendar nicht wie gewohnt über den starken Kreisläufer Oliver Lohner ins Spiel, jedoch setzten die Löwen immer wieder ihre Außenspieler aus dem gebundenen Spiel heraus gekonnt in Szene. So übernahm Vallendar Mitte der ersten Halbzeit die Führung. Doch davonziehen konnten die Gäste nicht, hielt Worms doch mit Willen dagegen. Aber an diesem Tag sollten weitere Rückschläge folgen, wie etwa eine dreifache Unterzahl kurz vor der Halbzeitpause. Diese überstanden die HSGler zwar schadlos, jedoch ging es mit zwei großen Rückschlägen in Form der Dreifachunterzahl und der Verletzung in die Pause. „Wir haben uns in der Kabine aber gesagt: Jetzt erst recht! Für Thomas, gibt Marco Tremmel rückblickend einen Einblick in die Halbzeitansprache.

Und die Halbzeitansprache zeigte durchaus Wirkung, die HSG kam motiviert und couragiert aus der Kabine. Linkshänder Kubo Balaz sorgte in der 35. Spielminute sogar für eine 18:16-Führung. Doch diese wussten die Gäste schnell auszugleichen, um anschließend abermals in Führung zu gehen. Und diesen Rückstand konnten die Gastgeber trotz ausreichend Zeit auf der Uhr nicht mehr egalisieren. Zu viele Würfen konnten nicht im Vallendarer Tor untergebracht werden und zusätzlich ließ die HSG-Abwehr den jungen Adrian Taday im Tor streckenweise auf verlorenem Posten gegen die Gästeangreifer stehen. „Adrian ist kein Vorwurf zu machen, er hat sein Bestes gegeben und wird für uns jetzt in den kommenden Wochen ganz wichtig. Wir wollen als Mannschaft aber auch diesen Rückschlag verkraften und mit frischer Motivation in die Vorbereitung auf das schwere Spiel in Zweibrücken gehen“, sagt Marco Tremmel, verbunden mit Genesungswünschen an Thomas Elgert: „Das Wichtigste ist aber die Gesundheit von Thomas. Wir alle wünschen ihm eine gute Besserung.“ Ob und inwieweit die HSG auf einen möglichen Ausfall des Torhüters reagieren wird, das lässt der Verein noch offen. Zunächst wird jedenfalls die genaue Diagnose abgewartet.

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